Intharan

zurück zu Orte, Kapitel 6

Intharan (Azlant od. alt-Shadowtongue: “Das Stundenglas”) ist der Name des Magierturms im Herzen des Tals der Seher im Uskwood, eines der ältesten Bauwerke Nidals.

Der Turm

Der Turm ist eines der ältesten Gebäude Nidals und ein Ort arkaner Macht wie es nur wenige auf Golarion gibt. Es wurde vor Jahrtausenden vom “Allsehenden Auge”, wie er durch zahllose Verzierungen im Inneren des Turms dargestellt wird, einem extrem mächtigen Samsaran Magier und Helden des Krieges von Azlant, auf einer starken Quelle magischer Energie erschaffen, die durch einen Splitter des Meteoriten des Earthfall entstand. Die Kraft des Einschlags kann am Krater um den Turm gesehen werden. Das Allsehende Auge versah jeden einzelnen Stein des Gebäudes mit mächtiger Wahrsagemagie um einen nie dagewesenen Fokus für den Fluss des Schicksals und der möglichen Ereignisse in Raum und Zeit zu erschaffen. Der Turm selbst wurde somit zu einem gewaltigen Instrument der Divination. Keine “Leinwand” oder Mittel zur Projektion, wie es Augury oder ähnliche Magie tun, und auch kein Detektor wie Scrying oder Gedankenlesende Magie, sondern ein Medium, durch das endlos viele mögliche Abläufe der Zeit und Konstellationen des Raums in überirdischer Geschwindigkeit fließen. Es ermöglicht einen Einblick in Raum und Zeit, den gewöhnliche Magie nicht leisten kann, da es selbstständig Anhaltspunkte und Fokuspunkte für die Wahrsagerei liefern kann und Magie dieser Art selbst unterstützt und verstärkt. Von den Magiern des Turms wird der Turm auch “Das Stundenglas” genannt, weil Zeit und Raum durch es hindurchfließen wie Sand durch eine Sanduhr. Die genaue Ursache und die durch teilweise abstrus und ungreifbar verzerrte Kausalität ist selbst für jetzige Wahrsager des Turms Gegenstand anhaltender Forschungen.

Verbleib des Gründers

Das Allsehende Auge wohnt nicht mehr an diesem Ort. Seit der Vollendung des Turms wähnte er sich allwissend und unbezwingbar und forderte um das Jahr 3200 die Prüfung des Starstone heraus um zur Gottheit aufzusteigen. Da er dieses Ziel jedoch nicht erreichte muss davon ausgegangen werden dass er bei der Prüfung starb.

Aufbau des Turms

Der Turm besteht aus duzenden verwinkelten und verwobenen Etagen in wenigstens 11 Ebenen.

  • Keller3: Die Adern
  • Keller2: Die Kerker
  • Keller1: Die Portalkammern
  • Boden: Hallen, Stallungen, Werkstätten
  • Ebene1: Theater, Wohnräume, Küchen, Terrassen, Plantagen
  • Ebene2: Wohnräume, Labore, Kleine Bibliothek
  • Ebene3: Werkstätten, Gargoyle-Kammern
  • Ebene4: Das Historium, Terrassen
  • Ebene5: Die Galerie, Die Bibliothek, Terrassen
  • Ebene5: Wohnräume, Labore, Küchen, Terrassen
  • Ebene6: Die Menagerie, Labore
  • Ebene7: Das Okularium
Die Adern

In den Tiefen des Turms, fast 100 meter unter der Erde, stößt der Turm auf die dichtesten Schichten der Starstone-Reste. Sie haben ein Geflecht aus schimmerndem blauen Gestein Kilometertief in die Erde getrieben und können deren Zustand wahrnehmen. Schimmernde blaue Pflanzen singen zu dem Lied des Landes und verkünden seine Gesundheit und Leiden. Allerdings ist es selbst dem aktuellen Auge des Turms nicht möglich diesen Gesang zu deuten. Um den 08. Gozran 4712 erwachten die Akolyten des Turms vor horror als sie panische Schreie aus der Tiefe hören. Die Pflanzen schrieen wie abgestochenes Wild gemischt mit dem klagen hunderter Banshees, und verkündeten so ein grausames Ereignis für ganz Golarion.

Die Kerker

Die Kerker des Turms beherbergen hauptsächlich Eindringlinge die unerlaubterweise bis zum Turm vorgedrungen sind ohne den Prüfungen zu begegnen oder magische Kreaturen die nicht wieder gebannt werden konnten. Hin und wieder auch Schüler die versuchen das Auge auf unrechtmäßige Weise zu stürzen oder sich etwas schlimmes zu Schulde haben kommen lassen. Verbrechen werden hier allerdings fast immer geahndet bevor sie eingetreten sind.

Zum Zeitpunkt des Besuchs der Helden befanden sich dort mehrere Druiden aus ZulKeth, ein Inquisitor von Zon-Kuthon, ein Botschafter der die Unterwerfung des Stundenglases für seine Herren forderten, und schließlich “Eins”, die ehemalige erste Vampirin der [[Smaragdvilla] unter Lord Da’har El’Zjikar.

Die Portalkammern

In den unteren Ebenen des Turms befinden sich zahlreiche Kammern die nicht aus Stein, sondern arkaner Energie bestehen. Violette Wirbel aus Kraft und Mana, ähnlich den Grenzbereichen zur Ätherischen Ebene die in einem Rope-Trick genutzt werden. Die Kammern ernten Energie aus den wilden wirbeln des Zeitflusses der durch den Turm jagt. Dies stabilisiert ihn ein wenig und erlaubt die Aufrechterhaltung permanenter Ein-Wege-Portale an verschiedene Stellen in Avistan. Sie werden genutzt um schnell physische Nachrichten in persona zu versenden wenn eine besonders veheerende Entdeckung gemacht wurde.

Während des Besuchs der Helden wurde die Energie für die Portale aber zurückgehalten. Das Auge nutzte alle Energie die er bekommen konnte im Okularium und versuchte das Problem der Divination zu lösen.

Hallen

Die Hallen des Turms sind monströs komplex. Duzende wenn nicht hunderte Gänge führen in verzweigten Wegen auf höhere oder tiefere Ebenen. Es gibt magische Türen die den Reisenden immer dorthin bringen wo er möchte, oder wo er hin muss. Ebenso Gänge die sich so verzweigen und verändern, wie sie vorhergesehen haben dass sie an diesem Tag am nützlichsten ausgelegt sind.
Die Hallen sind reich verziert mit Gemälden die Aspekte der Zeit zeigen die durch den Turm hindurchfließt. Sie zeigen Figuren und Ereignisse aus Vergangenheit Gegenwart und Zukunft. Gelegentlich ändern sie sich sogar unter Anwesenheit von Personen und werden zu tatsächlichen Fenstern in eine andere Zeit.
Der uninitiierte Gast jedoch wird von den Gängen selten unterstützt. Eher noch mehr verwirrt.

Werkstätten

Der Turm ist mit allem ausgestattet was für Forschung und Lehre benötigt wird. Darunter eine große magische Schmiede, hauptsächlich für das Herstellen von Forschungskonstrukten, Wächtergolems und Rüstungen für die Gargoyles, sie such auf den Ebenen des Erdgeschosses befindet.

Stallungen

Die Stallungen beherbergen Pferde und das Nachtmahr des Auges. Sie werden in der Regel selten genutzt. Die Magier müssen selten aus dem Stundenglas, und wenn es keine längeren reisen sind haben sie Magie zu diesem Zweck. Insbesondere aber wenn der Kraterrand oder der Wald kontrolliert werden müssen und der Himmel durch Staub, Drachen oder schlecht gelaunte Gargoyles gefährlich ist, wird gelegentlich der Fußweg eingeschlagen.

Theater

Früher als der Turm noch mehr als hundert Schüler besaß häufig als tatsächliches Theater genutzt, dient das Theater jetzt meist nur noch für Showeinlagen, Wettstreite und gepflegte magische Unterhaltung im kleinen Kreis.
Es hieß, nur die allerbesten Divination-Magier konnten ein Stück und eine Bühnenshow schaffen deren Ende von den Gästen nicht vorhergesehen werden konnte. Diese seltene Gabe machte sie extrem berühmt im Turm, da sie den Wahrsagern endlich wieder auf ungefährlichem Weg die Gabe der Unwissenheit zeigen konnte.
Das Auge selbst war vor seinem Aufstieg begnadeter Schauspieler.

Wohnräume

Die Wohnräume sind über den ganzen Turm verteilt. Es sind aber nur noch knapp drei duzend von ihnen bewohnt, sodass auch fast alle Akolyten und die drei Lehrmeister des Turms je ein eigenes Zimmer haben. Wenige ziehen es vor zum Zweck der gegenseitigen Förderung Zusammenzuwohnen. Ein weiterer Vorteil ist dass der fähiger Wahrsager insbesondere bei nicht-gleichgeschlechtlichen Wohnkonstellationen über die geringere Distanz und somit längere Dauer einer gemeinsamen Zukunftsvision ein klareres bild davon bekommt was passiert wenn er sofort mit seine/m Zimmergenosse/in ins Bett steigt. Für tatsächlich ausgelebte nähe hat hier nämlich in der Regel niemand Zeit, bzw. weiß dass es übel Enden kann und will seinen Lebensraum hier nicht aufs spiel setzen.

Küchen & Plantagen

Es gibt mehrere Plantagen und Küchenräumlichkeiten, sowohl für die Menschen als auch für die Gargoyles. Die Menschen haben den vorteil, dass die magischen Plantagen schon immer lange im voraus wissen welche Gerichte die Gäste sich wünschen werden, und lässt entsprechende Lebensmittel schneller gedeihen. Alles weitere wird bei Bedarf auch beschworen, aber in der Regel beschränken sich die Magier auf die Lebensmittel des Turms.
Gelegentlich hilft die Tatsache dass ausländische Zutaten spontan in den Plantagen zu wachsen beginnen dabei einzuschätzen ob demnächst Gäste aus fernen Ländern eintreffen werden.

Die Prüfung des Auges

Wenn ein neuer Hoch-Wahrsager (der das Okularium kontrolliert) bestimmt werden soll wurde seit dem Allsehenden Auge bereits 6 mal ein Wettstreit der Wahrsagerei ausgerufen, dessen Sieger zum neuen Auge des Turms ernannt wird. Dies ist in der Regel der Pfad zum weiteren Aufstieg zu unvergleichlichen Fähigkeiten. Die Teilnahme ist freiwillig, weil Gefährlich. Falsches Wah—rsagen, und auch die Täuschen während des Wettkampfs, führen oft zum Tod. Andere Schüler verlassen den Turm dann aus Scham oder Verzweiflung … oder Wahnsinn durch die Visionen im Laufe der Prüfung.
Das neue Auge des Turms vollzieht ein Ritual um sich mit dem Okularium zu verbinden, in dessen Verlauf es zwar physisch erblindet, aber fortan alles und mehr Wahrnehmen kann was in mehreren hundert Fuß um es herum geschieht – eine Voraussetzung für das Kontrollieren des Okulariums.

Intharan

The Dark Lord thell