The Dark Lord

Abschiedsbrief
Grimgars Thoughts of Rage!
Grimgars Rage


Hochhelm, Irgendwo in den Tiefen unter Hochhelm

Meine liebste Blanche, wir sind in Hochhelm angekommen. Doch es ist so viel passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Kaum hatten wir meine Eltern aufgesucht, mussten wir feststellen, dass die Dinge noch schlimmer sind als erwartet. Nicht nur, dass sie sich nicht an die große Schlacht vor 250 Jahren erinnern können, … niemand in Hochhelm kann das. Und überall wurden diese Tempel von Soram aufgestellt, als wäre Torag nicht gütig genug.
Es sollte sich später herausstellen, dass auch Soram als Vorwand benutzt wurde um jegliche Erinnerungen an die Vergangenheit auszulöschen.
Nach einigen seltsamen Geschehnissen mussten wir dann feststellen, dass der Feind bereits das Königshaus infiltriert hat.
Aber zumindest ist uns die Königin nicht mit Verachtung begegnet, doch das liegt wohl daran, dass sie von außerhalb kommt. Denn das Ganze hier hat wohl erst vor einigen Jahrzehnten begonnen. Zu meiner Zeit war nichts so, wie es nun ist.
Vor allem aber, waren Großvater und mein Urgroßonkel Helden und unser Haus wurde geachtet. Doch all das spielt nun keine Rolle mehr. Man hat unseren Namen vergessen. Allein schon deshalb will ich die Wahrheit und die Erinnerungen zu denen zurückbringen, denen sie rechtmäßig gehören.

Ich rede hier die ganze Zeit von “Feind” und komme gar nicht auf den Punkt.
Es sind Dämonen, die versuchen meine geliebte Stadt zu überrennen und haben sie es erst einmal geschafft, wird wohl ganz Avistan fallen und mit ihm vielleicht ganz Golarion.
Nach längeren Recherchen haben wir festgestellt, dass sich unter Hochhelm seit uralter Zeit ein gewaltiges Portal befindet, welches mit dem Abyss verbunden ist und für diese Biester als Durchgang dient. Woraufhin wir auch losgezogen sind um dies näher zu untersuchen.

Meine Schöne, ich wünschte ich könnte dir mehr darüber schreiben, wie glücklich ich gewesen bin Vater, Mutter und vor allem Ingra gesund und munter zu sehen, doch auch wenn es mich selbst sehr schmerzt, … die Zeit drängt und mit jeder Minute strömen mehr Bestien in unsere Welt.
Es ist unsere Aufgabe, die Aufgabe der Wächter, diese Kreaturen daran zu hindern unsere Welt ins Verderben zu treiben.
Und da ich gerade die Wächter erwähne, so haben wir eine alte Zitadelle abseits von Hochhelm gefunden. Es ist gerade die Zitadelle, in der die Wächter sich einst zu dem formierten, was sie immer noch repräsentieren, selbst wenn nur noch so wenige von uns übrig sind. Ich möchte, dass du weißt, dass wir dabei sind den Orden wieder aufleben zu lassen, doch dafür brauchen wir Gehör.

Unter all dem, sei dir einer Sache sicher, auch wenn ich nicht viel Zeit hatte mit dir zusammen zu sein, so haben sich deine wunderschönen Gesichtszüge in meine Erinnerung gebrannt, wie mit einer neu geborenen Klinge. Jeden Augenblick habe ich mit dir genossen und es kam mir vor, als hätte es vor dir kein Leben für mich gegeben. Immer noch höre ich deine zarte Stimme und fühle deine weiche Haut auf der meinen.
Ich will dir all das sagen, denn was jetzt kommt ist von entscheidender Bedeutung.
Meine Schöne, ich habe Großvater gefunden. Ragnim lebt. Er war die ganze Zeit hier unten, in den Tiefen unter Hochhelm und sicherte die Stadt mit der Handvoll, die ihm geblieben war, vor der herannahenden Seuche, die sich in Highhorn manifestiert hat. Das wir diese von Gorum und der Welt vergessenen Zwerge gefunden haben ist ein Wunder, so ganz auf sich allein gestellt.
Frostbite hat mich zu ihm geführt und nur Frostbite kann das Portal schließen. Er wurde dazu erschaffen. Vor allem jedoch hatte Großvater ebenfalls eine Axt wie die meine und er wartete auf uns. Er überlebte wegen uns. Damit er als rechtmäßiger Träger der Waffe der Ebene des Wassers sich opfern könnte um, mit seiner Seele als Bezahlung, das Portal entgültig zu schließen.
Und als sich unsere Äxte berührten und Frostbite zu dem verschmolz, was er letztlich sein sollte, … da wählte er mich als seinen Träger und nicht Großvater, … meine Geliebte.
Das bedeutet, dass wir uns nicht mehr wiedersehen werden, nachdem du das hier gelesen hast.
Es ist schon fast ungerecht, dass mir so wenig Zeit mit dir vergönnt war. Doch diese Aufgabe ist für keinen Anderen bestimmt und für keinen Anderen mache ich das so sehr wie für dich, damit du leben kannst und damit sich die gesamte Welt über dich erfreuen kann, wie ich es getan habe, es tue und in alle Ewigkeit tun werde.
Ich bitte dich, … sage meinen Eltern und Ingra, dass ich sie liebe und wisse, dass mein aller letzter Gedanke du sein wirst.

In ewiger und innigster Liebe
dein einzig wahrer Ehemann
und Träger des ewigen Winters
Grimgar

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Deeplock
Grimgars Thoughts of Rage!
Grimgars Rage


Deeplock

Als wir uns der Nordseite nähern ist die große Innenmauer schon aus weiter Ferne zu sehen. Sie verbindet zwei Felswände, die trichterförmig aus der Innenstadt heraus zu führen scheinen und ist aus riesigen quaderförmigen Felsblöcken zusammengefügt, von denen jeder viele Tonnen wiegen muss. Ein kleiner Durchgangsbogen, mit einem schweren, geöffneten, steinernen Tor, ist in den gewaltigen Wall eingelassen, gerade so hoch und breit, dass zwei Männer hindurchpassen können.
Auf der Mauer sind etliche Wachen postiert, die die gesamte Umgebung im Auge behalten. Erst, als wir den Durchgang passieren, können die Anderen die Ausmaße des Bollwerks erkennen. Der Durchgang gleicht eher einem kleinen Tunnel, und in der Tat hat es von „außen“ keinerlei Treppen oder Stufen gegeben, die auf die Mauer hinaufführen könnten, denn diese Aufgänge befinden sich hier, im Inneren. Nachdem wir den Durchgang verlassen eröffnet sich uns eine spektakuläre Kulisse. Das Herz von Deeplock.
Was die gut 15 Meter hohe Mauer im Verborgenen gehalten hat, ist eine massive Festung, die auf einem inneren Plateau im Zentrum der Befestigungsanlage stehend, von einem Ring von nicht einschätzbar tiefen Abgründen umgeben ist.
Die Festung ist, genau wie die Innenmauer, aus großen, schweren Steinquadern aufgebaut und macht einen äußert soliden und eher spartanischen Eindruck. Sie besteht aus mehreren Ebenen, Balkonen sowie Terrassen, auf denen wachsame Zwergenkrieger postiert sind und entweder mit Repetierballisten oder anderen, für nicht aus Hochhelm stammende, unbekannten Waffensystemen ausgestattet, auf den gezinnten Wehrgängen über beide Seiten der Burg wachen. Als die dieser Seite zugewandten Krieger uns erblicken, rufen sie einander rasch auf zwergisch etwas zu, entspannen sich dann aber wieder, als sie Grimgar bemerken, der ihnen ebenso auf zwergisch antwortet, woraufhin wir unseren Weg fortsetzen können.
Eine schmale Brücke ohne Geländer, mit Platz für gerade mal vier Mann, führt zum Plateau, und als wir die Brücke überqueren, empfängt uns ein eisiger Hauch, der aus der unendlichen Schwärze unter uns nach oben strömt. Er wird begleitet von einem bis ins Mark dringenden Wehklagen, das wie aus dem Herzen des Berges zu kommen scheint, und versucht, jedem, der diese Brücke überquert, von seinem Leid zu berichten. Es ist das einzige Geräusch, das in dieser Totenstille zu vernehmen ist.
Als wir endlich das Ende der Brücke erreichen, führt uns ein schmaler Gang um die imposante Festung herum, immerzu am Rande des Abgrunds, bis wir einen Halbkreis beschreibend, auf die gegenüberliegende Seite des Plateaus gelangen, immerzu unter den wachsamen Blicken der Krieger über uns.
Eine weitere Brücke ist hier zu sehen. Nur halb so schmal, wie die erste, und etwas länger, türmt an ihrem Ende eine zweite Mauer.
Der ersten in Höhe und Solidität in nichts nachstehend, verschließt sie den trichterförmig zugehenden Zugang zu dem Bereich dahinter. Hier, im Gegensatz zu der ersten, sind die Zinnen um einiges dicker und die Wehrgänge größer und die Zwergenwachen stehen dicht an dicht darauf. Elitesoldaten, hoch-diszipliniert und mit der hochwertigsten Ausrüstung in ganz Hochhelm, blicken sie allesamt über die Mauer, auf etwas, das dahinter liegt und wenden ihre Blicke nicht für einen Augenblick ab. Niemand von ihnen regt sich, niemand gibt einen Laut von sich, gleich der Steine, hinter denen sie Schutz suchen. Nur ein leises Röhren ist von dort zu vernehmen, wo ihre Blicke hinwandern und ein leichtes Schaudern erfüllt uns, als wir die reglosen Krieger betrachten.
In Anbetracht dessen, was uns wohl dahinter erwartet, strahlt die gerade noch bedrohlich wirkende Festung plötzlich Geborgenheit und Sicherheit aus und mit einem Widerwillen schreiten wir nach einem letzten Blick auf den Steinkoloss hinter uns auf die zweite Brücke vor uns zu, und darüber. Ein Ruf ist zu hören, ein Mechanismus regt sich, das schwere Steintor vor uns geht auf und wir durchschreiten den hallenden Gang, an schwer bewaffneten Wachen vorbei, geradewegs auf die Dunkelheit vor uns zu. Wir schreiten weiter und gespenstische Ruhe kehrt ein, als wir die Mauer passieren und sie hinter uns lassend in ein Abgrund hinabblicken, der mit etwa 30 Metern Durchmesser zu den respekteinflößendsten Dingen zählt, denen wir in letzter Zeit begegnet sind.
„So weit war ich noch nie“, sagt Grimgar mit gedämpfter Stimme und schaut hinab in die unendlichen Tiefen. Ein zweites Rattern bricht die Stille. Wieder ist ein schwerer Mechanismus zu hören und mit einem lauten, hallenden Knall fällt das schwere Steintor zu und absolute Ruhe kehrt ein.
Ein letztes Mal noch drehen wir uns zu den auf der Mauer stehenden Kriegern um, die nun auf uns hinunterschauen und ein Anflug von Hilflosigkeit und Einsamkeit überkommt uns, als uns bewusst wird, dass wir nun erneut auf uns selbst gestellt sind. Ein Gefühl, das wir nur zu gut kennen.
Als uns der Abgrund mit einer kalten Brise und einem lauten Grollen willkommen heißt, schauen wir uns gegenseitig an und mit einem leisen Nicken schreiten wir in die Dunkelheit.

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Hollows
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Hollows

Durch einen der unzähligen schmalen Zugänge betretet wir ein gewaltiges Gewölbe. Es ist viele hundert Meter hoch und so tief, dass man den Boden des sich vor uns erstreckenden Abgrunds nicht sehen, höchstens erahnen kann.
Der Raum ist zylinderförmig aufgebaut und mit einem Durchmesser von an die 500 Meter. Ein breiter Bodenstreifen aus edlem Pflasterstein zieht sich bandartig entlang der Wand und lädt zu einem kleinen Rundgang ein. Er dient als Fundament für die unzähligen Gebäude, wie Wohnräume, Trinkhallen, aber vor allem Ateliers sowie Kunstschmieden und andere Institutionen des Kunsthandwerks.
Von überall ist geschäftiges Treiben zu vernehmen und die Geräusche von klirrendem Glas oder das gedämpfte Aufschlagen von Stahl auf Stein erfüllen die Luft. Überall stehen verzierte Statuen und die Wände dienen als überdimensionale Leinwände, die an Heldentaten aus vergangener Zeit erinnern.
Als wir unsere Blicke weiter schweifen lassen, sehen wir vier Brücken, die allesamt von dem breiten Rand, auf dem wir und die unzähligen Bauten stehen, über den weiten Abgrund zur Mitte des kreisförmigen Raumes hin zu einem großen Plateau führen.
Jede dieser Brücken sieht anders aus und zeigt in eine Himmelsrichtung, nach Norden, Osten, Süden und Westen.
Die östliche Brücke ist von in Stein gehauenen Knollen und Wurzeln überzogen. Schöne, mystische Wesen, mit Schmetterling-artigen Flügeln säumen die Geländer und werden von Gestalten in Roben begleitet, die mehr Tier denn Mensch zu sein scheinen.
Die nördliche Brücke, ganz im Sinne der Elfen von Kyonin, ist mit feinen Verzierungen geschmückt. Schlanke Säulen und detaillierte Torbögen, überzogen mit Laub und dünnen Ranken, die sich spiralförmig nach oben winden, zieren die hohen Brückengeländer und Aufgänge der gekrümmten Brücke.
Die westliche Brücke zeigt hochgewachsene Gestalten in Ritterrüstungen und Magierroben. Wie ein König umringt von Gold und Schätzen, von Kronen und Goldkelchen, Juwelen und Diademen betritt jeder Reisende auf dieser Brücke das mittlere Plateau.
Und zu guter Letzt die südliche Brücke. Ein Andenken an die einst mächtige, im Süden gelegene Stadt Jernashall, die vor einem Jahrtausend durch eine Katastrophe vom Erdboden verschluckt wurde. Am Fuße steht ein mächtiger zwergischer Krieger in edelster Plattenrüstung und mit einem mächtigen Zweihandhammer bewaffnet. Er präsentiert triumphierend einen blutigen Orkkopf und brüllt dem kläglichen, verbleibenden Rest des fliehenden Feindes hinterher. Neben ihm ist eine Widmung in zwergischen Runen zu lesen:„Dem Mächtigen Khadon für die Befreiung unseres Volkes von der grünen Plage.“ Entlang der leicht nach oben zu dem Plateau gehenden, langgezogenen Treppenstufen sind weitere Zwergenstatuen aneinandergereiht, alle in die Richtung Khadons schauend. Sie sind ebenfalls in malerischen Rüstungen gehüllt, jeder mit einer besonderen Waffe und in einer anderen Pose, links und rechts von Festungswall-artigen Geländern, wie sie in einer Himmelszitadelle zu finden sein würden, flankiert.

Und als ihr da so in Richtung Mitte blickt seht ihr auch, wieso dieser Raum so besonders ist. Auch ohne Dunkelsicht ist hier alles problemlos erkennbar.
Obwohl es gerade Blacknoon ist, scheint im Gegensatz zu dem Rest der Stadt, die nur zwei Mal am Tag von Lichtstrahlen erleuchtet wird, die gewaltige Aushöhlung den gesamten Tag über von der Sonne erhellt zu werden. Und über euch seht ihr das majestätische Objekt, das es ermöglicht.
Eine riesige Kuppel von des Raumes Durchmesser türmt über der Höhle. Sie bildet das Dach und ist nach außen gewölbt. Dabei scheint es fast unmöglich, dass ein solches, scheinbar fragiles, Glasgebilde nicht unter seinem eigenen Gewicht zerberstet. Und doch trotzt dieses Objekt seit Jahrhunderten Wind und Wetter, wie ein Fels in der Brandung.
Durch ihre präzise und bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Form bündelt die Kuppel das Licht auf einen einzelnen Punkt in die Mitte des gewaltigen Raumes, wo es auf einen Diamanten trifft, der von solchem perfekten Schliff und so meisterlich gefertigt ist (ganz offensichtlich von Zwergenhand), dass er das konzentrierte Licht absolut gleichmäßig in alle Richtungen zerstreut. So, als würde die Sonne, Tag ein, Tag aus, aus dieser Höhle heraus scheinen.
Als sich die Augen an das Licht gewöhnt haben bemerkt Grimgar, dass etwas an diesem Raum anders ist. Das mittlere Plateau, das vorher nur für den Mann-großen Diamanten gedacht war, wurde leicht ausgebaut und nun steht ein Tempel darauf, auf dessen Krone der Diamant befestigt ist.
„Diese Bastarde!“ knurrt Grimgar. Als ihr den großen Tempel von Soram vor euch erkennt. „Dieser Ort war uns auch vor ihm heilig und nun haben sie ihn entweiht.“ Er verzieht sein Gesicht zu einer finsteren Miene.

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Auf nach Hochhelm!
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Grimgar, Stundenglas

Können Erinnerungen einfach so verschwinden? Was ist das für ein mächtiger Zauber? Ich habe so viele Fragen und keiner kann mir die Antwort geben.
Im Geisterturm …, dann das, was zwischen Vater und Großvater geschehen ist. Hat er ihn wirklich … ? Was genau ist dort passiert?
Ich weiß noch, dass Vater selbst sich nicht erinnern konnte. Auch wenn ich die Möglichkeit zu fragen hätte, würde er es mir nicht sagen können!
Welche Macht vermag es so etwas zu bewirken. Den Geist derart zu manipulieren, dass er einfach so Teile seines Daseins vergisst. Alles, was passiert ist …, die Zwerge, die man getroffen hat.
Nicht nur bei Vater, sondern auch bei Großvater und all den anderen Zwergen. Und auch bei Mutter, deren Willenskraft mit nichts mir bekanntem zu vergleichen ist.
Ich kann es einfach nicht glauben … einfach so ausradiert.

Und die Armee aus lebendem Stahl? Es läuft mir kalt den Rücken runter.
Dass er solche Fähigkeiten besitzt ist … unheimlich … und doch so faszinierend zugleich. Wenn ER es kann, was ist dann mit MIR? Außer Ur-Großonkel Raghlem haben wir sonst keine Magier in der Familie und trotzdem kann ich, was ich kann. Kann ich vielleicht noch mehr? Ich muss es herausfinden.
Und wenn ich Vater irgendwie wieder dazu bringen kann mit dieser wichtigen Aufgabe fortzufahren, die er vor so langer Zeit begonnen und wieder aufgegeben hat, dann will ich es um jeden Preis tun. Ich wette, dass es auch in MIR steckt. Ich kann es fast schon spüren. Ich bin immerhin sein Sohn. Vater wird mir zeigen, wie es funktioniert und ich werde ihm helfen.

Und dass diese Biester so viel daran gesetzt hatten die Wächter von ihrer Arbeit abzuhalten, kann nur bedeuten, dass sie sich vor dem Resultat fürchteten. Die Krieger aus lebendem Stahl sind der Schlüssel. Wir müssen nach Hochhelm!
Sobald sich eine Möglichkeit ergibt hier raus zu kommen, wird mich nichts daran hindern können endlich die Antworten auf all meine Fragen zu bekommen.

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Blanche! Oder vom Zaudern und Stammeln
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Grimgar, Intharan

(Als die Gruppe, in der Küche versammelt, mit Jackal über die ihnen bevorstehende Reise spricht und versucht mehr Informationen über sie zu bekommen, kommt Blanche aus dem Treppenbereich nach oben. Als sie Grimgar sieht zaudert sie ein wenig. Er dreht sich abrupt zu ihr um und es wird still um die Beiden. Sie zögert kurz, streckt aber die Hand aus, in der Grimgar einen Gürtel erkennt. Es ist der Gürtel, den er selbst vor einigen Tage herstellen wollte, ihm dazu aber noch das nötige Geschick fehlte.)
„Hier (sagt sie mit ihrer unvorstellbar zarten Stimme.),… ich dachte, dass du ihn vielleicht haben wolltest.“
(Sie wirkt verlegen und schafft es kaum den Blickkontakt aufrecht zu erhalten. Grimgar, der nicht weiß, wie er das verdient haben soll, zögert selbst einen Augenblick, streckt dann aber seine Hand der ihren entgegen. Ihre Hände berühren sich sanft und er nimmt das wunderschön verzierte Geschenk entgegen. Als der Gürtel ihre Hand verlässt wendet Blanche sich ab und eiskalte Tränen wandern über ihre schlanken Wangen, das gefühlvolle, erleichterte Lächeln hinunter, woraufhin sie hinter der nächsten Biegung im Treppenhaus verschwindet. Grimgar, nicht wissend, wie ihm gerade geschehen, schaut ihr fragend, doch immer noch von ihrer Schönheit gefesselt, hinterher.)
„Herzlichen Glückwunsch!“ (meldet sich Jackal hinter seinem breiten Rücken zu Wort. Wie immer schaut er schelmisch drein und verzieht seine Mundwinkel zu einem breiten Grinsen.)
„Ach, halt die Klappe, das hier ist gar nicht so, wie ihr denkt! Es ist nichts passiert! Das hier ist nur ein Geschenk.“
„Anscheinend doch (korrigiert ihn Jackal.), die Merfolk schenken niemals etwas EINFACH SO.“
„Was willst du damit sagen?!“
„Ihr seid nun verheiratet, (entgegnet er ruhig und sein Grinsen wird breiter.) also, herzlichen Glückwunsch.“
(Wie vom Donner gerührt steht Grimgar einige Augenblicke reglos da und bewegt sich nicht einen Fuß von der Stelle. Er hätte genauso gut vorne überkippen können und wäre mit dem Gesicht im Staub gelandet, wenn ihn jemand geschubst hätte. Als er nach gut zehn Sekunden wieder zu sich kommt, bemerkt er, wie in Watte gehüllt, wie Zadek, Delayar und Miyaro sarkastische Bemerkungen machen, Jackal ihm beglückwünschend auf die Schulter klopft und ein kleines Sandkorn sich von der Decke löst und wie in Zeitlupe zu Boden fällt. Er ignoriert das alles, nimmt seinen mit Stacheln bewährten Mithralhelm ab und setzt sich mitten in der Küche darauf. In eben dieser Watte verweilend, den Körper zu einem Hacken gekrümmt, die Hände um den mit Haaren überwucherten Kopf geschlagen und die Ellenbogen auf die Knie gestemmt, beginnt er seine verzweifelte Suche aus dem Labyrinth von Vernunft und Gefühlen, nicht wissend, wohin ihn dieser Weg führen wird.)

… … …

(Einige Stunden später sitzt Grimgar unbekleidet, mit angewinkeltem Bein und sich mit einem Arm auf das Bett unter sich lehnend neben einem Fenster des gewaltigen Turms. Er schaut zu seiner Rechten, wo Blanche’s makelloser, glänzender Körper das silbrige Licht des Vollmondes in türkisfarbenen Tönen zurückwirft, und bei dem Anblick der sanften und weichen Gesichtszüge der schlafenden Schönheit sowie des sich gleichmäßig hebenden und senkenden Brustkorbs, versteht Grimgar, dass er den Weg aus dem Labyrinth gefunden hat.)

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Blanche
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Grimgar, Intharan

(Grimgar lässt sich den Weg zu dem großen Balkon zeigen, auf dem Raven noch vor einigen Tagen ihre Forschungen angestellt hatte, und nimmt vor seiner mächtigen Brüstung Platz. Frostbite vor sich gegen den Boden gestemmt, lehnt er sich an die Axt. Sein Blick richtet sich nach Nord-Osten und alles um sich herum vergessend, versinkt er in einem Trance-artigen Gedankenfluss.)
Dieses Merfolk-Mädchen, diese Blanche, … sie ist äußerst lieblich. Lange ist es her, dass jemand so sehr an mir gehangen hat. … ich frage mich, wie es dir geht, Elsania. Dir, Tharigor, Kuldor … und all den Anderen. Ich hoffe, dass diese Seuche die Nordlanden noch nicht erreicht hat. Diese Kristalle scheinen überall aufzutauchen. Wir müssen uns beeilen.
Je weiter wir kommen, umso mächtiger werden unsere Feinde. Nun sind es schon drei. Und einer schrecklicher als der andere. Und dann dieser Kael. Was hat der mit Dämonen zu schaffen?
Doch Bel Mara … (als er den Namen erwähnt, stockt er kurz und wird von Zorn ergriffen), du als aller erste wirst dafür bezahlen, dass du mein Blut angegriffen hast. Du und diese SAPHIRA! Sollte sie noch leben, werde ich es ändern!
Du hast unsägliches Leid über meine Stadt gebracht, von dem wir uns heute noch nicht gänzlich erholt haben.
Wegen dir musste ich diesen qualvollen Weg gehen, der mich schnurstracks in dieses widerliche Land führte, wo mich jeder Tag aufs Neue anwidert!
Und hier darf ich nun verweilen?
Zuerst Nisroch. Dann durch diesen Wald! … Zum Stundenglas, (sofort weicht seine Miene auf, als er zögerlich ihren Namen ausspricht) … zu Blanche. Vielleicht ist ja nicht alles schlecht an dieser Reise. Bei Gorum, immerhin darf ich die legendäre Waffe von Goloras, meinem Vorfahr, führen!
Aber nein, Blanche ist ganz anders, sie ist ein Merfolk.
Natürlich ist sie bezaubernd, aber noch so jugendlich und gutherzig. Ich will ihr das nicht nehmen, indem ich sie in die ganze Sache hier hineinziehe. … Auf keinen Fall! Und sie hat sicherlich keinerlei solcher Gedanken (oder Gefühle?) mir gegenüber. Außerdem werden wir bald von dannen ziehen und ich werde sie nie wieder sehen. Es ist wohl besser so (mit diesen Worten verspürt Grimgar etwas, das der Vernunft entgegenwirkt, etwas, das er bisher bei keinem anderen verspürt hat, ein unbeschreibliches Gefühl der Anziehung) … oder … ist es das?

Sie ist unglaublich! Sie beherrscht die Schmiedekunst, wie ich sie noch nie beobachten durfte … unter Wasser, und es funktioniert!
Ich will es um jeden Preis lernen, und ich will, dass SIE es mir beibringt.

Blanche, du hast mir so viel gezeigt, ich danke dir dafür. Die Begegnung mit dir hat mich so viel gelehrt.

(Erneut befinden sich Blanche und Grimgar im Kellerbereich des Turms, wo sie ihm über die Wichtigkeit der Flussrichtung des Wassers und über weitere Feinheiten dieser Schmiedekunst Aufschluss gibt.)
„Du musst die elementare Kraft des Wassers verstehen lernen, um sie bündeln zu können. Seine Bewegung ist dabei entscheidend. Was dann daraus entsteht, wird weit mehr, als die rohe Masse, die du dafür benutzt.“
(Oft hat Grimgar sie schon bei der Arbeit beobachtet, und neben dem Schmiedevorgang selbst, die wunderschönen und graziösen Bewegungen ihres Körpers gemustert. Doch nun fällt ihm auch auf, dass nicht nur das Wasser, sondern auch die Höhle drumherum mit dem Wasser in Verbindung zu stehen scheint.)
„Blanche, spürst du das?“
(Sie schaut verwundert und verneint seine Frage.)
„Die Erde, … um uns herum bewegt sich die Erde auf die selbe Weise, wie das Wasser. Sie schwingt mit.“
„Was willst du damit sagen?“
„Was, wenn man auch noch andere Elemente auf die selbe Weise nutzen kann, wie ihr das tut?“
(Verblüfft betrachtet Blanche Grimgar nun ein wenig genauer und in ihren Augen, von Grimgar unbemerkt, ändert sich etwas.)
„Davon habe ich noch nie etwas gehört, aber wenn es wahr ist, was du sagst, wäre das unglaublich!“
(Grimgar ist felsenfest davon überzeugt, eine bahnbrechende Entdeckung gemacht zu haben und als er sich dazu entschließt, die leicht sumpfige Erde hinzuzunehmen, durchfährt ihn ein gewaltiger Stoß von Energie, der, von seinem Ringfinger ausgehend, seinen gesamten Körper erbeben lässt. Das Gefühl der Sicherheit, als könnte er Einfluss auf gegenwärtige Ereignisse nehmen, um sie zu seinen Gunsten zu verändern, ist verschwunden. Der Ring fühlt sich nun leer an, doch es ist Grimgar selbst, der im Gegenteil, nur so vor Erkenntnis und Gewissheit strotzt, dass das, was gerade passierte, ein Durchbruch war. Vor seinem Auge fängt das Wasser um ihn herum an fließende Konturen zu zeigen und die steinigen Wände, die es berühren, scheinen darauf mit Impulsen zu antworten. Grimgars verblüffter, jedoch gleichzeitig begreifender Blick wandert zu dem Stück Metall vor sich und als er zum Schlag ansetzt und es sich unter seinem Schmiedehammer zu verbiegen beginnt erkennt er wie sich seine Oberfläche verhärtet und eine raue, felsige Erscheinung bekommt. Bevor jedoch seine Arbeit vollendet werden kann, holt ihn der Ruf nach Luft an die Wasseroberfläche.
Als er oben ankommt, bedeckt ein triumphierendes Lächeln seine Lippen, während er für einen Augenblick im Nirgendwo zu schweben scheint und sich dessen bewusst wird, was soeben passiert ist. Er dreht sich zu Blanche um, die ihn währenddessen beobachtet hat. Leicht beeindruckt und ebenfalls verstehend fängt auch sie zu lächeln an. Ihre Blicke verfangen sich in einander, wie zwei Seile, die zu einem festen Tau zusammengeflochten wurden und für eine Weile scheint es, als würde die ganze Welt nur aus ihnen beiden und diesem Raum in den tiefsten Gewölben des Stundenglases bestehen, … die gesamte Zeit nur aus diesem einen Augenblick, der scheinbar nicht enden will und den keiner der Beiden beenden möchte. Eine Weile schauen sie sich an, ohne ihre Umwelt wahrzunehmen und ohne dass jemand es wagt etwas zu sagen oder den Blick abzuwenden, … bis ein krachender Lärm aus dem Treppenhaus sie in diese Welt zurückholt.)

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Von der Vergangenheit
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Grimgar, Intharan (Die Belagerung von Hochhelm)

Endlich, … wir sind da. Der Turm des Auges. Majestätisch sieht er aus, wahrlich ich habe so etwas gewaltiges noch nie gesehen..
(Während Grimgar den Turm hinaufschaut eilt ein Mann aus den Toren und ein giftgrüner Strahl von Energie entspringt seinen Fingerspitzen. Der Strahl gleitet an ihnen vorbei und verschwindet ins Leere … etwas schreit auf und eine schöne, dämonisch aussehende Frau erscheint und wird in Sekundenbruchteilen zu Staub.)
Was zum Geier?!!
(Erschreckt dreht Grimgar sich zu dem Mann um.)
Sie haben uns die ganze Zeit belauscht, sie wussten wo wir sind und was wir vorhaben. Aber, wer zum Geier ist der?
(Der Mann stellt sich als Khadgar vor und geleitet die Gruppe hinein. Er erzählt Ihnen von dem Stundenglas und seinen „Bewohnern“, dass es die Zukunft sieht, und dass sich nicht einmal die Mächtigsten unter ihnen erklären können, wie und wieso das passiert.)
Das hier ist unglaublich. „Was ist mit dem Auge von Zon-Khuton?“ … So so, er hat also nichts mit diesem widerlichen Gott zu tun. Dann wollen wir mal sehen, was er so zu sagen hat.
(Einige Tage später, bei Kelcere vorgeladen, findet sich die Gruppe am obersten Punkt des gewaltigen Turmes wieder. Der Erzmagier heißt sie willkommen und beeindruckt sie mit seiner Gabe permanent in die Zukunft sehen zu können.)
Bei Gorum, dieser Kerl ist das Unglaublichste, das ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Mit dieser Gabe könnte er doch bestimmt über ganz Golarion herrschen, doch er übt seine Pflicht aus, oder ist da doch mehr?
(Kelcere fängt an einen Zauber einzuleiten und plötzlich sind alle wie versteinert.)
Was?! May?!! Nach so langer Zeit! Wovon redest du da? Krieg der Schatten?! Also doch!!! Er steht uns also bevor!
(May erzählt ihnen alles was sie in der kurzen Zeit erzählen kann und verabschiedet sich mit ihren letzten Worten, an Naya gerichtet „Pass gut auf deine Freunde auf.“ sagt sie mit einem traurigen Lächeln … und verschwindet in der Ewigkeit. Grimgar und die anderen schauen Naya erschrocken und geschockt an. Nachdem Kelcere Licht ins Dunkeln bringt. Er bleibt dabei ziemlich gefasst.)
W … wie … wie kann das sein?! Das ist doch unmöglich!! … Du warst es Naya?! Du bist May?!! Oder wirst es sein, eher gesagt. Aber wie konnten wir das nicht merken?! Und das von Anfang an!!… Und vor allem … was ist mit UNS passiert?
(Es vergehen wieder einige Tage in denen sich Grimgar bei Schmiedearbeiten und sonstigem Zeitvertreib das Hirn über das zuletzt Geschehene zermartert. Doch noch tappen alle im Dunkeln, bis Kelcere sie erneut zu sich rufen lässt um ein Experiment zu wagen.)
„Eine Art Reise sagst du? … In diesen Kissen dort? Na schön, fangen wir an.“
(Dunkelheit umhüllt sie und ein mulmiges Gefühl überkommt Grimgar und seine Magengrube lässt ihn darauf zurückschließen, dass sie zu fliegen scheinen. Plötzlich durchbrechen sie eine Wolkendecke und nähern sich mit unglaublicher Geschwindigkeit etwas, das wie ein Gebirge aussieht. Je näher sie kommen umso mehr erkennt Grimgar den Ort. Es ist seine Heimat. Es sind die Fünfkönigsberge! … Doch die Zeit scheint eine andere zu sein.
EINE GEWALTIGE SCHLACHT TOBT VOR DEM EISENTOR VON HOCHHELM. UNZÄHLIGE ORKS FLIEßEN, WIE EINE UNAUFHALTSAME FLUTWELLE, ÜBER DIE ZWERGENMAUER HINWEG, DIE SICH VOR DEN TOREN GEBILDET HAT UM IHR GELIEBTES HEIM ZU VERTEIDIGEN. SIE WERDEN VON SCHEUßLICHEN KREATUREN BEGLEITET, DIE EINDEUTIG NICHT VON DIESER WELT ZU STAMMEN SCHEINEN UND IHRE SCHREIE ERFÜLLEN DIE FEURIG HEIßE LUFT. DIE GRUPPE KOMMT NÄHER UND DIE PERSPEKTIVE ÄNDERT SICH.)
„Ragnim! Ich möchte, dass du dir einen Trupp fähiger Kämpfer nimmst und diesen Hügel dort verteidigst, komme was wolle! Ich brauche Zeit! … Ich glaube an dich Neffe.“ (Eilig entfernt sich Raghlem. Der junge Zwerg, an den die Rede gerichtet war stärkt den Griff um seine mächtige Axt und schaut die Schlucht hinunter, wo Zwerge unerbittlich gegen die grünen anstürmenden Orkmassen anstehen. Vier Generäle nähern sich. Nach kurzer Überzeugungsarbeit verstehen die Offiziere die Lage und machen sich an die Verteidigung des Hügels, doch Einbrüche in den Linien des Hauptheeres zwingen einige wieder abzurücken.)

(Trotz Unterzahl gelingt es dem nur noch kleinen Trupp den Hügel zu halten, und so langsam wird Ragnim klar, was Raghlem dort macht. Ein mächtiger Sturm zieht auf und fängt an die sich im Tal konzentrierten Orkhaufen zu überfluten.)
„Haltet die Stellung!!! Wir dürfen nicht fallen!!! Nur noch ein Bisschen!!“
(Ein feindliches Belagerungsgeschoss trifft den Hügelkamm. Der Zauber hört abrupt auf. Ragnim rappelt sich auf.)
„Onkel!!!!!!! … Steht auf, schnell!!! Du musst weitermachen!!!“ Oh nein, … er ist zu schwer verletzt!
(In diesem Moment ergreift etwas Besitz von dem jungen Zwerg. Niemals zuvor hatte er etwas Ähnliches verspürt. Absolute Ruhe macht sich in ihm breit und im wie Delirium fühlt er das Pulsieren von Frostbite, als würde er ihm sagen wollen „Du weist, was du zu tun hast!“ Und das weiß er!)
„Was ist das? Du bist wahrlich die legendäre Axt! So leihe mir deine Macht!!!!!“
(Das Wasser reicht dem Zwerg mittlerweile bis zu den Füßen doch immer mehr Okrs erreichen das Ufer. Alleine steht Ragnim mit geschlossenen Augen vor dem Rand des sich gebildeten Sees und lässt seinen Körper von den Kräften der legendären Axt durchtränken, wissend, dass sein Augenblick gekommen ist.
Er öffnet die Augen und ihr silbriges Leuchten durchfährt die Wasseroberfläche. Eiskalt atmet er aus und die Luft vor ihm gefriert zu dichtem Nebel. Mit einem Krachen stampft er auf und der Boden unter ihm gefriert zu Eis, sich in einem Block mit seinen Beinen verbindend.
Ein allerletztes Mal stärkt er den Griff um seine Axt, hebt sie an und lässt sie mit aller Kraft, von einem markerschütternden Schrei begleitet, auf das vor ihm liegende Wasser hinunter prassen. Frosbite leuchtet auf und eine mächtige Welle Energie durchfährt den See. Von Ragnim ausgehend türmt er sich auf und eine gewaltige gefrorene Welle fährt durch das Gewässer, alles und jeden unter sich in ewigem Eis begrabend. Zwerge sowie die letzten verbliebenen Orks hören auf zu kämpfen und versuchen zu begreifen, was soeben passiert ist. Die grüne Flut ist geschlagen und in einem Freudenruf voller Inbrunst vernichten die zwergischen Kräfte den armseligen Überbleibsel an Orks.)
Das war unglaublich. (Flüstert der Zwerg vor sich hin.)
Niemals werden wir deinen Dienst vergessen. Und dich in alle Ewigkeit ehren, dafür, dass du uns gerettet hast in dieser dunklen Stunde.
(Ermüdet hilft er seinem Onkel auf die Beine und noch immer staunend humpeln sie zu den verbliebenen Truppen.)

….. ….. …..

Na gut, sie hat meine Eltern und die anderen Zwerge damals am Leben gelassen, um ihr Fehlen nicht auffallend zu machen. Andererseits hätte sie doch genauso gut dafür sorgen können, dass andere, die sie kannten, einfach vergessen würden, dass es sie jemals gegeben hatte. Das Gleiche hat das Dämonenweib ja praktisch auch jetzt schon gemacht. Hmmm. Das lässt nur einen Schluss zu. Sie konnte sie damals nicht töten. Aber, wenn nicht, warum hat sie es dann später nicht versucht?
Nehmen wir an, auch das war ihr nicht möglich, ohne Spuren zu hinterlassen.
Aber dann bliebe doch die Gefahr, dass die betroffenen sich wieder erinnern könnten, oder?
Ja, sie musste sie also im Auge behalten. Und das hat sie wohl auch getan. Als wir uns dem Turm genähert haben, da hat der Magier doch diese Succubus ausfindig gemacht und sie vernichtet.
Das war ihre Agentin gewesen und ich frage mich wie lange sie uns wirklich beobachtet hat. Wie lange sie mich beobachtet hat.

Zudem wissen sie jetzt, dass wir dieses Auge aufgesucht haben. Sie werden auch ihn zu töten versuchen, da er nun auch eingeweiht ist, denn ihr Ziel ist doch bestimmt nach wie vor das Ganze geheim zu halten, und dafür müssen sie alle Wissenden beseitigen. Denn gerade jemand mit seiner Macht könnte doch auf die Gefahr aufmerksam machen.
Hat er denn gar keine Angst, dass sie hier bald aufkreuzen könnten?

Grimgars Rage

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Delayar (1st Draft)

My imagnation of Delayar. Although I’m still not 100% happy with the colors…

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Kapitel 5: Nidal
Grimgars words of rage!
Grimgars Rage


Grimgar, Nidal, Nacht vor dem Betreten des Uskwood

Nachdem wir uns im Camp niedergelassen haben und die meisten von uns schliefen zog ich mich zurück, um in Ruhe, vor den Blicken der anderen verborgen, über das heute geschehene nachzugrübeln.

„Wie kann er das nur so, … ohne mit der Wimper zu zucken? Verspürt er denn gar kein Mitleid? Als sein Volk der Tod ereilt hat, hat er da etwa nicht verstanden, was Leid und Schmerz sind? Von uns allen, da müsste es doch gerade er sein, der sich in die schwere Lage dieser armen Wichte hineinversetzen kann. Wie leicht es ihm doch fällt. Und dann dieses Geschwafel vom Gleichgewicht. Wenn ganze Ortschaften durch die Hand eines anderen vergiftet werden, was hat das mit Gleichgewicht zu tun? Schön legt er sich da alles zurecht, dieser Feigling. Er will sich doch nur nicht die Finger schmutzig machen. Schreiben hin oder her, was nützt es, wenn er vorher wegverreckt. Und danach wird es den kleinen genauso ergehen. Verdammt!!
Was hätte ich tun sollen? Hätte ich noch etwas bleiben sollen? Aber das Orakel … und Elya. Ich weiß es einfach nicht. Mir scheint, als wäre es egal, was ich tue, es ist einfach nicht genug. Jede Mühe scheint vergebens, so als wäre ich nichts weiter als ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Gorum hilf mir. Was soll ich bloß tun? … May, hörst du mich? Hilf mir diesem armen Teufel von Bauer und seinen Kindern zu helfen, ich beschwöre dich, hilf mir.“
Grimgar drückt den Ring ganz fest an sich und versucht seine Kraft erneut zu wecken.

Er, … er leuchtet! Es hat funktioniert. So leicht lässt du uns also nicht im Stich.
Was ist das? Ein Wegweiser, mein Ring soll uns als Wegweiser dienen? Ich verstehe.

Und dann noch Zadek. Er benimmt sich nun umso eigenartiger, je näher wir unserem Ziel kommen. Er scheint sich zu verlieren, in seinem Zorn über seinen Vetter, … in der Magie, die weiter in ihm zu wachsen scheint. Ich hoffe er kann sich im Griff behalten, bis die Sache geklärt ist. Ich möchte auf keinen Fall meine Hand gegen ihn erheben müssen.

„Friedrich“ … es ist nicht mal dein richtiger Name. Hmmm, was habe ich mir nur gedacht, als ich sie dich habe kaufen lassen, nur damit du spätestens hier verreckst. Ich kann das einfach nicht länger mit ansehen.
„Hör mir gut zu, wenn die anderen schlafen, will ich dass du dich aus dem Staub machst, sofern dir dein Leben lieb ist … Wer Naya? Nein, sie schläft niemals.“ Verdammt, er hat die Hosen voll. „Ich verstehe. Nagut, es werden sich andere Möglichkeiten bieten, wir haben aber nicht viel Zeit. Lass dir jedoch eines gesagt sein, dass ich das hier tue hat nicht nur damit zu tun, dass du mir leid tust, ich will auch, dass du mir einen Eid leistest. Schwöre bei deinem Leben, dass sobald du hier weg bist, du dich sofort zu dem Bauern und seinen Kindern begibst, der uns über Nacht bei sich aufgenommen hat und sie nach Nisroch geleitest unter Einsatz deines Lebens! Ich kenne dich zwar nicht lange, aber du scheinst mir ein Mann von Ehre zu sein, einer der zu seinem Wort steht.“ Verflucht, ich muss mir was einfallen lassen.
„Hier hast du einen drei-Tage Vorrat, der sollte bis zum Bauernhof reichen, dort deckt ihr euch mit seiner Ernte ein und brecht sofort auf. Nimm diesen Speer und haltet euch von der Straße fern. Pass gut auf euch auf und mach dir keine Sorgen wegen der Sprache. Sie werden schon verstehen, warum du zurückgekommen bist. In Nisroch, meidet die Stadt selbst und geht direkt zu den Hexenmärkten außerhalb. Wartet auf die Kontaktperson, die Delayar euch schicken wird. Sei morgen bereit, ich werde für ein Ablenkungsmaneuver sorgen. Und viel Glück, ich denke ich werde morgen keine Gelegenheit haben dir das zu wünschen.“
Wie es aussieht muss wohl ich für Gleichgewicht sorgen.

Na dann, auf in den Finsterwald. Sieht nicht allzu einladend aus, hab aber schlimmeres gesehen. So, nun brauche ich nur noch einen geeigneten Zeitpunkt. Aha! Da war wieder dieses Gefühl, so als würde jemand zuschauen, die anderen haben es bestimmt auch bemerkt. Na dann zeig mal was du drauf hast Grimgar.
„Habt ihr das gehört?! Komm her du elendes, feiges Vieh, zeig dicht!“ … … „Verdammt, helft ihr mir das Ding nun zu finden oder nicht?!“ Komm schon Friedel, beeil dich, sie haben’s noch nicht bemerkt. „Uaaaahhhhhhhh!!! Ich bring dich um!“ Sie scheinen langsam zu bemerken, dass da nichts mehr ist. Nun haben sie’s gecheckt. Naya nimmt es mit dem Suchen ganz schön ernst, ich hoffe ich konnte dir einen ausreichenden Vorsprung verschaffen. Aber ich muss es weiter versuchen. „Pfeift doch auf den Kerl, der hätte das hier sowieso nicht lange gemacht, und aufgehalten hätte er uns auch nur! Und nun kommt weiter! Ich habe keine Lust mehr auf diese Spielereien, wir haben keine Zeit für sowas!“ Es scheint nicht ganz zu wirken, verdammt! Gorum, lass sie ihn nicht finden. „Ich hab’s satt, ich geh weiter, kommt ihr oder bleibt ihr?!“

„Wird auch langsam Zeit, dass du zurückkommst!“
Huuuuuuuh. Sie hat ihn nicht gefunden. Gorum ich danke dir! Nun bist du auf dich allein gestellt Friedel. Gorum gib ihm Kraft, er wird sie brauchen.

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