The Dark Lord

Erkenntnisse und neue Wege

Spielabend 07/07/2015

Alle übernachten in ungewohnter Sicherheit auf einem Klippenvorsprung mit einem bezaubernden Nachthimmel und Ausblick auf die Elfenstadt, in der es hell leuchtet. In dieser Nacht vertreibt sich Miyaro mit der Puzzlebox ihre Zeit, die als Gegenpfand ihren Gürtel verschluckt.
Grimgar schnarcht in seiner neuen Rüstung von Elfenhand gemacht. Auf Linis Kopf tront ein Diadem zwischen der Blätterkrone hervor, welches Zadek ungewöhnlich bekannt vorkommt. Es trägt das Wappen der Familie Thoran Nemacil aus Windshire. Es zeigt einen Silbervogel vor einem Halbmond. Ein Tier, was es nur in Kyonin gibt, das silber leuchtet und vom Mondlicht lebt, sowie verlorenen Wanderern nachts den Weg weist. Als Zadek Lini darauf anspricht, erzählt sie Ihnen die ganze spannende Geschichte zu diesem wertvollen echtsilber Famlilienerbstück aus Echoriath. Wie sie es von einer sehr alten Frau namens Enelya Nemacil in Vin Echoriat bekommen hat.

Es sei 1000 Jahre alt und ihre Großtante schenkte es ihr für ihren Heldenmut, als sie diese im Wald vor einem Leprechaun gerettet hatte. Sie wollte es ihrer Enkelin Enelya schenken, aber diese sei seit einem halben Jahr verschwunden. Sie sei auch Zauberin und ist fortgegangen mit ein paar zwielichtigen Typen, sei aber jedes Jahr wieder heimgekehrt…..bis ein Halbling Ihnen von Enelyas Tod erzählte; getötet durch Untote. Dies habe er aber nie gesehen, nur dass sie von einem bösen Zauber alleine in den Wald der Untoten getrieben worden sei und nie wieder herausgekommen. dark-forest-fantasy.jpg
Bereits ein Bruder war schon in einen verwunschenen Wald verschwunden. Das was in diesem Wald geschehen war, ist danach über die Stadt Windshire in Nirmathas (weit westlich von hier, hinter Drumas) hergefallen. Die alte Frau habe gehofft, das Enelya Zuflucht in Everglen, einer der Elefenstädte im Zentrum der Wälder gefunden habe – aber sie habe nie eine Antwort erhalten. Die Menschen haben sich gefürchet, vor dem was in diesem Wald geschehen war. Die beiden anderen Brüder haben sie gesucht, aber vergebens…nun, leider sind sie auch seit sehr langer Zeit nicht mehr aufgetaucht. Danach sind die beiden Alten nach Kyonin gezogen. Weiterhin erzählte die Alte, dass Enelya eine Schwetser hatte, mit der sie unzertrennlich war, bis Enelya ihrem Freund …einen Menschen … kennenlernte.

Natürlich hat Lini dieses Erbstück als Geschenk mit Geschichte ehrenvoll in Verwahrung genommen und versprochen, die verschollene Enkelin und ihre drei Brüder zu finden, sowie das Erbstück der rechtmäßigen Erbin zu übergeben. Um genauer nach ihr suchen zu können, habe sie sogar eine Kopie des Familienbildes von einem bemalten Holzschnitt mit Hilfe alchemistischer Künste angefertigt. Auf dem harzversiegelten Eisenkupferstich sind eine Elfin und zwei Elfen zu sehen. Die Impression habe sie selbser erstellt und sei von einer Feier vor vier Jahren. Da war ihr Bruder schon nicht mehr bei Ihnen gewesen.

In Zadek und den anderen der Drachkriegertruppe, bis auf Gilmondo werden Erinnerungen an die Enkelin Enelya wieder wach. Und sie erzählen nur bruchstückhafte Fetzen. Aber anscheinend sind sie ihr in Windshire mal begegnet.

Als die Morgensonne den Tag einläutet, wird bewusst, dass wir nun der Aufgabe gegenüberstehen die Klippen hinuter zu kommen. Miyaro verwandelt sich in eine Fledermaus und fliegt elegant hinab. Zadek folgt ebenfalls im Flug. Lini kommt auf eine gewitzte Idee und schlägt sie Grimgar vor. „Wir wäre es wenn du wie eine Spinne die Klippen hinablaufen könntest?“ Grimgar antwortet darauf mit einer halb ernsten, halb scherzhaften Frage. „Wenn ich nicht wie eine Spinne aussehen muss? Ja“. So klettert der stämmige Zwerg zum ersten Mal in seinem Leben die Klippen senkrecht hinunter, während Lini auf Phenomiax neben im herfliegt. Aber einen hatten wir vergessen. Gilmondo sitzt noch immer auf dem Klippenvorsprung und schaut hinunter. Da ihn niemand mitzunehmen scheint, benutzt er seinen vorbereiten Fly-Spell und überholt uns im Flug nach unten.
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Da Zadek als erster losgeflogen ist, kommt er als erster unten an. Zu seinem Glück und Pech zugleich. Unten im Tal erstreckt sich ein Wasserfall in kleine Flüssen aufspaltet. Durch seine Neugier zieht es ihn in die Nähe des Wasserfalls, um vielleicht eine versteckt Höhle dahinter zu plündern oder zu erforschen. Als er das Wasser berührt, zieht es ihn auch direkt rein. Gilmondo verwundert tut es im gleich und verschwindet ebenfalls darin. Grimgar gerade auf dem Boden angekommen, sieht dies und stürmt hinterher. Grimgars Glück verhindert, dass auch er vom legendären Cube, der in der Hölle hinter dem Wasserfall auf Beute wartet, verschluckt wird. Die anderen beiden befinden sich inmitten der glibrigen Masse und wirken benommen. Unwissend folgt Miyaro direkt dem Beispiel der anderen zwei im Magen des Cube befindenden Helden. Grimgar versucht die anderen zu befreien und flucht dabei vor sich hin. „Dieser schleimige Dreck“
Lini hatte draußen auf dem unischtbaren Phenomiax gewacht und heiter mit angesehen, wie ein Kompagnion nach dem anderen im kühlen Naß verschwunden ist, obwohl wir eigentlich ein anderes Ziel gehabt haben. Jedoch nach dem Ausruf des Zwerges, nimmt sie sich der Sache an und beschwört einen untoten Adler und befiehlt ihm, die Badenden da rauszuholen. Mit breiten Schwingenflügeln stürzt er sich in die Fluten, weicht dem schleimigen Cube aus und befreit Zadek aus dessen Bauch. Als nächstes wird Gilmondo gerettet. Grimgar nimmt seine Axt Frostbite und zersplittert den schleimigen Cube durch Frost und Stärke. Miyaro befreit sich als Fledermaus und fliegt raus. Halb verdaut und voll grünem Schleim liegen Gil und Zadek vor dem Wasserfall. Nachdem sie sich erholt, gesäubert und das Gepäck mit allen Lebensmittel begutachtet haben, geht die Reise weiter. Grimgar ist jedoch ein bischen verärgert, da dieser Glibber eine ätzende Wirkung auf seine Waffen hatte. Allerdings komme wir zu Erkenntnisse, dass diese roten Kristalle überall in diesen Landen vorhanden sind. Im Wasser, in den Grässern und es gab sogar Reste von kleinen Kristallklümpchen im legendären Cube. Das ganze Land ist von immer feiner werdenden Kristallfäden überzogen.

Vom Weiten können die Helden bereits die offenen Tore von ?? sehen. Eine weiße Mauer umringt die Stadt und es herrscht heftiges Treiben. Vor den Toren gibt es keine Wachen, jedoch Handkarren beladen mit rosafarbener Fracht. Grimgar unbeirrt geht voran und spricht einen Elf auf die fehlenden Wachen an und wie dieser Ort hier eigentlich heißt. Dieser antwortet auf elfisch, dass er leider nicht seine Sprache spricht. Gilmondo noch ein bischen benommen von der kürzlichen Schleimaktion, hat deswegen Grimgars Frage verpasst, stellt sich selbst vor und unterhält sich auf elfisch über die Geschehnisse in der Stadt. Der Rest hört ein liebliches Lied in seinen Ohren, dass Gil und der andere Elf sich gegenseitig vorsingen. Nach einigen Strophen übersetzt Gilmondo für den Rest der Truppe, dass der Aufseher der Stadt nicht zugegen sei, dafür aber dessen Frau Derschja Alderan. Er deutet auf das Marmorhaus im besseren Viertel. Grimgar bittet Gilmondo zu fragen, ob es vielleicht eine Heilerin gibt, die ihm bei seinem Augenproblem helfen könnte. Die Frau Alderan sei Druidin und könne bestimmt behilflich sein. Allmählich geht der Truppe ein Licht auf, und sie erkennen die Verknüpfung zu Veria Alderan, den sie schon länger suchen.

Jeder in dieser Stadt hat etwas mit Kristallen zu tun. Es werden durch das Hämmern Kristalle zu Pulver verarbeitet und unterschiedlich große Stücke katalogisiert und ausgemessen. In der Mitte der Stadt befindet sich ein großes Loch, in das immer wieder neue Kristalle von den Handkarren hineingeschüttet werden. In diesem Loch, was 2m im Durchmesser ist, gibt es einen großen Kristall, der wie eine Art Herz pulsiert. Er häuft Biomasse an und wird von rötlicher Erde umgeben. Zwischendurch werden noch Kräuter hinzugeworfen, solche wie die im Korb des Elfengehilfen von Velderan. Velderan selbst ist sehr hilfsbereit mit Auskünften über die Kristallforschungsergebnisse, nachdem wir ihm gesagt haben, dass wir Ihnen gerne dabei behilflich sein würden, diese zu bekämpfen. Jeder in dieser Stadt ist davon überzeugt, er würde dafür Sorgen, die Forschung zum Zwecke der Zerstörung dieser rot glänzenden Masse voran zu treiben. Es wirkt so, als hätten alle diese Art Gehirnwäsche abbekommen, wie bei den zwei Farmern vom Vorort. Während wir mit Velderan reden, stockt kurz der Atem aller Bewohner. Am Tor geschieht etwas, es kommt von der Ferne ein grauenhaftes Geschöpf. Fluffy hat nach langem Umweg endlich wieder zu uns gefunden und trabbt auf Miyaro zu.
SchriftrolleVelderanKlein.png Veldran erlaubt uns Einblicke in die Aufzeichnungen der Forschungsergebnisse. Gilmondo und Lini lesen intensiv darin, während Gil nicht so viel verstehen kann. Allerdings versucht Lini im die Formel zu erklären. Diese hohe Kunst der alchemistischen Formellehre ist aber auch für Linis Verstand sehr hoch und somit kann sie zwar die Sachen nachvollziehen, wenn sie sich an die Anweisungen halten würde, aber nicht selber neue Formeln erstellen.
Als Ergebnisse sind festzuhalten, dass
- die Bewohner diese Kristalle züchten und das Herzstück nähren
- die Knoten kultiviren
- und diese sich eigenständig von Biomasse ernähren
- es gibt allerdings in der Formel eine Art Wachstumsblocker, wahrscheinlich die Kräuter
Dieser Blocker ist ein raffinierter Schachzug von Veria Alderan gewesen, um den Wachstum besser zu stoppen. Als Velderan über die Herrin von Echoriat redet, betritt sie den Raum und ermahnt ihn, sie sei nun Herrin von Alderan. Verdutzt drehen wir uns um und sehen eine bildhübsche Elfin mit bekannten Gesichtszügen und einem Apfel in der Hand.
HerrinVonEchoriatShort2.png
Die aus der Gruppe, die Delajar kannten, erkennen eine Ähnlichkeit. Gil erfragt vorerst etwas anderes. „Seid ihr mit der ehemaligen Königsfamilie verwandt?“ Sie bejaht dies mit dem Einwand, dass man wohl kaum noch von einer Familie sprechen könne, da nur noch zwei leben würden – sie und Thanoren. Er hat die Schlacht überlebt und steht nun in den Diensten der Zitadelle. Alderan ist auf der Suche nach ihm und seitdem verschwunden. Sie stellt sich mit einer elfenhaft graziellen Handbewegung vor und erzählt. “Wir, die Kinder Echoriats….der Druidenzirkel hat Hilfe versagt…“ Ebenfalls erzählt sie uns vom Tod Delayars in der Schlacht. Anscheinend scheint sie die Cousine von Delayar und seinem Bruder Thanoren zu sein.
Nach einer kurzen Pause bittet sie uns energisch ihr in das Mamorhaus zu folgen. Dort angekommen zeigt sie auf einen Brunnen inmitten eines weiß leuchtenden Saals. Dies ist das letzte klare Wasser. Sie tippt mit ihrem Zeigefinger in die Mitte der Wasserfläche und aus den immer größer werdenden Wellen ergibt sich eine grausame Illusion. Es zeigt die Reste der Schlacht, die toten Felder von Echoriat…ausmahlende Beschreibung….. „Sie sind das einzige, was uns von der Zitadelle trennt.“ Grimgar und Zadek erinnern sich an die grauenhaften Ereignisse und werden kurz davon überwältigt. Sie bittet uns Veria Alderan zu finden und deutet mit einer weiteren Illusion auf den Ort, wo er hin wollte. Es gibt einen Pfad in den Greifenbergen auf dem wir unbemerkt durch die Totenfelder kommen, die von Wachtürmen übersäht sind. Gilmondo brennt sich die Karte in sein Gehirn ein. Nach der Illusion spricht Grimgar Derschja auf ihre Heilkünste an, die allerdings nicht genau weiß, wo genau sie beim Wiederherstellen an diesem Zwerg anfangen soll. Aus diesem Grund widmen sich Grimgar und Lini dem alten Druiden Velderan zu, der ihnen beim Brauen eines Trankes zur Wiederherstellung des Auges zur Seite steht. Der Preis dafür war hoch, aber durch verkaufte Schwerter bezahlbar. Nach 8 Stunden intensiven schnellen Brauens übergibt Lini eine silbrige Flüssigkeit, von der sie annimmt es würde helfen, an Grimgar. In der Hoffnung, dies würde sein Augenlicht wiederbringen schluckt er es mit einem Mal hinunter. Es folgt ein starker Schmerz im Kopf, in der Augenhöhle, grüner Schleim rinnt heraus und ein Auge kommt zum Vorschein. Voller Freude darüber umarmt der bärtige Gigant die Gnomin. Dieses harmonische Bild wird unterbrochen, durch das Auftauchen eines 2-3 m großen weißen Wolfes, der durch die Mauern der Stad gelaufen kommt. Phenomiax, Lexaja und Najscha wirken leicht nervös.
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Der Wolf steuert direkt auf Derschja, seine Herrinbegleiterin zu. Sie begrüsst ihren Begleiter namens Schimmer mit einigen liebevollen Kraulern. Nach dieser herzerwichenden Szene widmet sich Derschja mit einem Apfel zu Grimgar und gibt ihm diesen. Hungrig und verwundert schaut er sie und dann wieder das leckere Obst an. Sie erklärt: „Dies ist der Sproß des Heimatbaums von Echoriat und er findet immer seinen Weg heim.“ Grimgar antwort direkt darauf: “Muss ich ihn dann essen?“ Nach einer kurzen Denkpause nimmt Derschja wieder den Apfel an sich und gibt sie in die vertrauensvollen Hände von Zadek. Wir machen uns zum Aufbruch in die Totenfelder bereit und werden dorthin begleitet von dem weisen Wolf Schimmer. Auf dem Weg spricht Lini mit Schimmer über die Geschehnisse hier. Er sei der Wächter der Grenzen. Er berichtet davon, dass niemand in diesem Dorf mehr er selbst sei, seit ….Elfin aufgetaucht……….. Immer wenn er seine Herrinbegleiterin darauf anspricht, wird sie böse und ist wie von Zorn besessen. Und er würde sich lieber nicht mit ihr anlegen wollen. ……Veria finden… Die Kinder Kyonins arbeiten nicht gegen sondern für die roten Kristalle. …to fill
Nach einigen weiteren Erkenntnissen erreichen wir den Ort, an dem die Botengänge enden.
Wir sehen vor uns ein großes leeres dunkles Feld, ohne Tiere, keine Pflanzen. Nicht mal ein Windhauch ist zu bemerken. Die Gruppe steht ratlos einem trostlosen Totenfeld gegenüber, im wahrsten Sinne des Wortes.
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Bestätige deine Worte mit der Tat.
Aufbau des geretteten Vin Echoriath nach Jabberwok-Angriff

Spieleabend 17/06/2015
Achtung ist mehr als Beachtung, Ansehen mehr als Ruf. Ehre mehr als Ruhm.

Nach dem Angriff des Jabberwok steht Vin Echoriath in Flammen. Zwischen den Trümmern laufen panisch die Leute. Just in diesem Augenblick kommt Zadek Drachenfluch in Drachengestalt geflogen und versucht mit den Worten “Die Gefahr ist vorbei. Die Kreaturen sind verschwunden.”, die mehr brüllend als beruhigend herauskommen, die Panik der Menschen zu nehmen. Angsterstarrt steht der Kaptain der Stadt still. Zadek wendet sich einem Dach zu, nimmt es mit und füllt es mit Wasser um die Feuer zu löschen. In eleganten Flügen wiederholt er dies und gewinnt jubbelnden Applaus. Zadekrettet.jpg

Zur gleichen Zeit erwacht Gilmondo Muhadin Saba auf dem Rücken von Phenomiax (Lini Ruumis hatte ihn im langsamen Fall eingesammelt). Lini erklärt ihm, dass sie Miyaro suche. Miyaros Aura ist überall, daher folgen wir dem stärksten Zentrum. Bis wir auf Fluffy treffen, der Miyaro auf dem Rücken trägt. Als Phenomiax sie mit der Pranke umdreht, sieht man wieder ihr vertrautes Gesicht (ohne höhlenartige Augen). Zum Glück ist Miyaro fidel wie nie und hat anscheinend keine Schäden abbekommen. Außer ihrem Gedächnis, da sie sich an nichts mehr erinnern kann ab dem Auftauchen des Jabberwok. Lini fragt sie nach der Lyra, um der Stadt beim Aufbau helfen zu können.

Grimgar Glorasson begegnet dem Kurator Moneath Daean, der eifrig dabei ist die Rettungsaktion zu leiten. Er wendet sich an Grimgar zur Klärung einiger Gerüchte. Moneath: “Mir wurde berichtet ihr habt unsere Stadt angegriffen.” Grimgar holt zu einer feurigen Antwort aus…

In diesem Moment landet Zadek elegant auf dem Dorfplatz, grinst und ruft mit einem lauten, kraftvollen Brüller alle zum Platz. Schließlich verwandelt er sich unter großen Staunen zurück. Lini und Gil fliegen auf Phenomiax zurück.

Tiadara und Moneath leben, aber sowohl der inoffizielle Anführer der Stadt, der alte Berater “Vater Echoriath”, das Mädchen Yuya – die cousine von Tiadara – und unzählige Weitere Einwohner sind tot.
Nach kurzer Zeit kommt auch Miyaro auf Fluffy zum Dorfplatz. Allerdings geht ein Raunen durch die Menge und Beschuldigungen werden laut: “Sie hat gemordet.” Panisch wird sie von Wachen umringt. Es beginnt eine hitzige Diskussion, in der alle in der Gruppe sich – einer sehr kurzen Gerichtsverhandlung gleich – rechtfertigen müssen, was sie in dieser Schlacht Gutes getan haben. Gil versucht mit einem Illusionszauber den genauen Verlauf zu schildern, wobei er von den Magiern der Stadt groß bestaunt wird. Nicht wegen der Illusionsmagie, sondern wegen seines Zaubers während des Kampfes und sie beschließen ihn nicht anzugreifen. Trotz der guten Argumente ist die Meute nicht überzeugt, bis die einizge lebende Zeugin – die Tänzerin die sich zuvor als Viola von den Sturmwölfen ausgegeben hat – auftaucht und die Wahrheit der Worte bezeugt.

Moneath entlässt die Helden mit Dank – alle bis auf Miyaro, die er zu ihrem eigenen Schutz und um den Frieden in der Stadt zu wahren aus Vin Echoriath verbannt. Beleidigt zieht sie ab, wirft der hinterher rennenden Lini die Lyra zu, verwandelt sich in eine Fledermaus und verschwindet.
Miyaros fragen an Fluffy, wo er war, Wie er sie wiedergefunden hatte, und ob er wisse, woher ihre Energie kommen blieben weitestgehend ergebnislos, aber die schwarze Feuerschneise die das Pferd auf einem Überschallritt durch die Lande hinter sich hergezogen hat sprechen dafür dass es in gleichem Maße von Miyaros Verwandlung profitiert hat wie sie.

Bei einem Treffen im Gasthaus Nordend vor der Stadt trägt die Bardin den Helden eine Bitte vor. Sie möchte als erste unsere heldenhafte Tat in die Welt tragen, und fragt nach dem Namen unsere Truppe. Nach kurzem grübeln entschieden wir uns für die einzige gemeinsame Komponente, und fort an seien wir bekannt als “die ”/wikis/Drachkrieger/new" class=“create-wiki-page-link”>Drachkrieger"!

In den folgenden Tagen halfen wir beim Aufbau und hörten uns um. Lini wwurde mit Blumen, Essen, Geschichten und Geschenken gefeiert. Unter anderem einer Geschichte über den wandelnden Tod! Auch Grimgar hört diese und erinnert sich an das Ereignis des plötzlichen Auftauchens Miyaros neben ihm, als sie versuchte ihn zu töten. Aber dies beschäftigt Grimgar nur nebensächlich, da er sich des Abends wieder Frostbite widmet.
Die Stadt lag unterdess in Trümmern. Trotz des Wiederaufbaus flüchteten viele als Konsequenz des Todes von Famir Pinewood, der in ihren Augen ein unersätzlicher Anführer war, aus ihrer ehemaligen Heimat.

In all diesem Geschehen bemerkte niemand, dass sich Zadek grausam plagte. Er bemerkte die Kontrolle über ihn durch seinen Bruder Kael Drachenfluch. In einer Seitengasse versuchte er die Machtkontrolle zu beenden, indem er sich das Leben nehmen wollte, seine Adern langsam aufschlitzte, verblutete und das Bewusstsein verlor. Er erwacht Augenblicke später, erweckt von der Macht seines Ringes wieder zum Leben, enttäuscht darüber sich auch nur einen Funken Hoffnung gemacht zu haben dass sein Tod seinem Bruder etwas bedeuten würde..

In der folgenden Nacht, vor der abreise aus der Stadt bemerkt Gil einen magischen Sensor. Er nimmt das Abyss wahr, die Ebene der Dämonen, ein monumentales schwarzes Portal mit feuriger Energie und einer Armee von Millionen von Dämonen.. und Sukkubi, in der Kontrolle einer magischen Sphäre, und angeführt von Belmara, einem grauenerregenden Erzdämon. Gil gelingt es die verbindung noch rechtzeitig zu schließen bevor Belmara einen beschwörungszauber beenden kann. Die Helden folgern dass der Richter ihnen gefolgt war, oder sie beobachtet hat als sie vom fliegenden Kloster zurückgekehrt sind. Aus irgend einem Grund weiß der Richter was sich über die negative und Schattenplanes bewegt…

Gil eigentliches bestreben, die Geschehenisse der Schlacht zu verstehen, wird just unterbrochen als er Stimmen wahrnimmt, die aus Zadeks Kopf zu kommen scheinen.. Gil fragt ihn, was es damit auf sich habe. Zadek lenkt ab und beschuldigt Miyaro. Unbeirrt tauscht Miyaro ihren Ring mit Zadeks und nachdem seine quälende Verbindung unterbrochen wurde, kann Zadek wieder frei denken und berichtet allen über Kaels Gedankeneinfluss auf seinen Geist.

Ungehindert von scrying identifiziert Gil schließlich eine Arua einer Macht, die im Kampf gegen den Jabberwock die Erinnerung an die alte mächtige Magie hat aufleben lassen. Diese Energie hatte ihren Ursprung in Lini, und hat sich von ihr aus über die Ringe auf die anderen ausgebreitet. Gil entdeckt eine goldene Aura und in der Hand von Lini und darin ein schwarzes Nichts. Gil erkennt parallelen zwischen der Magie des Kristalls in Linis Hand und der des Richters. Als Gil versucht die Hand festzuhalten und das Tuch abzunehmen, widerspricht und warnt Lini. Lini erzählt ihnen von der Macht des roten Kristalls in ihrer Hand, dass sie das schwarze Loch nur mit dem Tuch bedecken könne und wenn sie es zu oft benütze auch mit verschluckt werden würde. Auf den Vorschlag Zadeks die Hand abzuschlagen, reagierte sie widerstrebend und schließlich sei dies keine Lösung, da es sonst keinen Träger gäbe und das schwarze Loch unkontrolliert alles einsaugen würde.
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Nachdem alle ihre Probleme und Fähigkeiten zeigen durften, möchte nun auch Grigar brillieren. Steht aus seiner Ecke auf und zeigt die coolen Fähigkeiten von Frostbite, indem er einen großen Schlag durch einen Balken schwingt und eine frostige Aura dazwischen hinterlässt. Er erzählt stolz, dass Frostbite gegen einen alten Feind gekämpft habe, ähnlich wie bei dem Vorfall mit Phenomiax. Phenomiax bestätigt diese Erinnerung und knurrt die Axt an.

Leider erfahren wir am nächste Tag, dass Isabel gestorben ist. Ihr Mann Del Ajar erzählt es uns und berichtet uns auch weiteres über Elya. Sie habe ihn gesucht, um ihm nach Echoriath zu folgen, aber diese Stadt sei nun in der Hand der Drow. Da es jedoch hieß auch die Kinder Echoriats hätten sich in der nähe sehen lassen, war die Druidin Elya bestrebt dort nach Viriyjar Alderan zu suchen.

Am Abend probiert Gil abermals im Geist von Lini nach der Macht und ihren Erinnerungen zu forschen. Er sieht die Geister zur Quelle ihrer Erinnerung und sieht den magischen Effekt, der von Lini ausgeht und erkennt, dass in ihrer Hand ein Bewusstsein ist. Als er wieder den roten Kristall sieht, wird er ohnmächtig und fasst vom schwarzen Loch aufgesaugt.

In der Nacht befangen Miyaro Zweifel an sich selbst. Aber sie hat doch nicht direkt Böses getan…..Um sie herum ist noch ein Rest von der extremen bösen Aura zu spüren, was sie zu weiteren Zweifel und Bewunderung bringt.

Bei nächsten Versuchs von Gil heraus zu bekommen, von wem wir beobachtet werden, kommt es zu einem kurzen Moment indem er Content Not Found: nemora sieht, allerdings wird er entdeckt und die Verbindung bricht ab. Als weitere Vision sieht er die Zitadelle mit Drow, dunklem Gestank, ähnlich wie bei der Begegnung mit dem Richter. Gil teilt uns die Neuerung über Nemora mit und Lini bringt ihre Erkenntnisse dazu hervor. Sie sei als Lebensbinderin bekannt Gewesen und ihren Namen durch die Ausübung von Nekromantie erlangt. Sie ist Alchemistin mit der Fähigkeit ihre Tränke über Haut und Luft zu absorbieren statt sie trinken zu müssen – wir sollen darauf aufpassen, wenn wir auf sie treffen!

Während der Nacht im Gasthaus und im seeligen, wohlverdienten Schlaf erwachen wir aufgrund eigenartiger Geräusche. Als Zadek auf der einen Seite, sowie Lini auf der anderen Seite des Flurs die Tür zum Flur öffnen zieht ein schemenhafter halbmaterieller Untoter an Zadek vorbei, anscheinend mit einem festen Ziel. Nach weiterem erkunden zählt er wenigstens 50 Geister, die auf das Gasthaus zusteuern. Gil öffnet verschalfen die Tür und sieht ebenfalls einen Geist, der auf Miyaros Zimmer zusteuert. tortured_soulsmid.jpg Gil erkennt jetzt erst, dass es ein Revenant ist, eine gequälte Seele mit dem einzigen Ziel den eigenen Mörder bis auf dessen Tod zu verfolgen. Das Ding greift Miyaro an und schlingt sich um sie. Die Rettung gelingt nur durch Grimgars großartigen kämpferischen Einsatz und er tötet einen von insgesamt 70 Revenants. Die Dorfbewohner rennen erneut panisch umher, das Gasthaus ist voller gequälter Seelen, die nicht ansprechbar sind. Und weitere Revenants kommen näher. Die Lage spitzt sich zu.

Diese aussichtslose Situation kann nur einer verhindern – Gil teleportiert Miyaro und Grimgar weit nach Norden, in Richtung von Echoriath, ein Land überzogen von kristallinen Adern, die im ganzen wie spinnennetze aussehen und dem land im Sonnenaufgang eine bedrohliche rote Aura verleihen.

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Abschiedsbrief
Grimgars Thoughts of Rage!
Grimgars Rage


Hochhelm, Irgendwo in den Tiefen unter Hochhelm

Meine liebste Blanche, wir sind in Hochhelm angekommen. Doch es ist so viel passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Kaum hatten wir meine Eltern aufgesucht, mussten wir feststellen, dass die Dinge noch schlimmer sind als erwartet. Nicht nur, dass sie sich nicht an die große Schlacht vor 250 Jahren erinnern können, … niemand in Hochhelm kann das. Und überall wurden diese Tempel von Soram aufgestellt, als wäre Torag nicht gütig genug.
Es sollte sich später herausstellen, dass auch Soram als Vorwand benutzt wurde um jegliche Erinnerungen an die Vergangenheit auszulöschen.
Nach einigen seltsamen Geschehnissen mussten wir dann feststellen, dass der Feind bereits das Königshaus infiltriert hat.
Aber zumindest ist uns die Königin nicht mit Verachtung begegnet, doch das liegt wohl daran, dass sie von außerhalb kommt. Denn das Ganze hier hat wohl erst vor einigen Jahrzehnten begonnen. Zu meiner Zeit war nichts so, wie es nun ist.
Vor allem aber, waren Großvater und mein Urgroßonkel Helden und unser Haus wurde geachtet. Doch all das spielt nun keine Rolle mehr. Man hat unseren Namen vergessen. Allein schon deshalb will ich die Wahrheit und die Erinnerungen zu denen zurückbringen, denen sie rechtmäßig gehören.

Ich rede hier die ganze Zeit von “Feind” und komme gar nicht auf den Punkt.
Es sind Dämonen, die versuchen meine geliebte Stadt zu überrennen und haben sie es erst einmal geschafft, wird wohl ganz Avistan fallen und mit ihm vielleicht ganz Golarion.
Nach längeren Recherchen haben wir festgestellt, dass sich unter Hochhelm seit uralter Zeit ein gewaltiges Portal befindet, welches mit dem Abyss verbunden ist und für diese Biester als Durchgang dient. Woraufhin wir auch losgezogen sind um dies näher zu untersuchen.

Meine Schöne, ich wünschte ich könnte dir mehr darüber schreiben, wie glücklich ich gewesen bin Vater, Mutter und vor allem Ingra gesund und munter zu sehen, doch auch wenn es mich selbst sehr schmerzt, … die Zeit drängt und mit jeder Minute strömen mehr Bestien in unsere Welt.
Es ist unsere Aufgabe, die Aufgabe der Wächter, diese Kreaturen daran zu hindern unsere Welt ins Verderben zu treiben.
Und da ich gerade die Wächter erwähne, so haben wir eine alte Zitadelle abseits von Hochhelm gefunden. Es ist gerade die Zitadelle, in der die Wächter sich einst zu dem formierten, was sie immer noch repräsentieren, selbst wenn nur noch so wenige von uns übrig sind. Ich möchte, dass du weißt, dass wir dabei sind den Orden wieder aufleben zu lassen, doch dafür brauchen wir Gehör.

Unter all dem, sei dir einer Sache sicher, auch wenn ich nicht viel Zeit hatte mit dir zusammen zu sein, so haben sich deine wunderschönen Gesichtszüge in meine Erinnerung gebrannt, wie mit einer neu geborenen Klinge. Jeden Augenblick habe ich mit dir genossen und es kam mir vor, als hätte es vor dir kein Leben für mich gegeben. Immer noch höre ich deine zarte Stimme und fühle deine weiche Haut auf der meinen.
Ich will dir all das sagen, denn was jetzt kommt ist von entscheidender Bedeutung.
Meine Schöne, ich habe Großvater gefunden. Ragnim lebt. Er war die ganze Zeit hier unten, in den Tiefen unter Hochhelm und sicherte die Stadt mit der Handvoll, die ihm geblieben war, vor der herannahenden Seuche, die sich in Highhorn manifestiert hat. Das wir diese von Gorum und der Welt vergessenen Zwerge gefunden haben ist ein Wunder, so ganz auf sich allein gestellt.
Frostbite hat mich zu ihm geführt und nur Frostbite kann das Portal schließen. Er wurde dazu erschaffen. Vor allem jedoch hatte Großvater ebenfalls eine Axt wie die meine und er wartete auf uns. Er überlebte wegen uns. Damit er als rechtmäßiger Träger der Waffe der Ebene des Wassers sich opfern könnte um, mit seiner Seele als Bezahlung, das Portal entgültig zu schließen.
Und als sich unsere Äxte berührten und Frostbite zu dem verschmolz, was er letztlich sein sollte, … da wählte er mich als seinen Träger und nicht Großvater, … meine Geliebte.
Das bedeutet, dass wir uns nicht mehr wiedersehen werden, nachdem du das hier gelesen hast.
Es ist schon fast ungerecht, dass mir so wenig Zeit mit dir vergönnt war. Doch diese Aufgabe ist für keinen Anderen bestimmt und für keinen Anderen mache ich das so sehr wie für dich, damit du leben kannst und damit sich die gesamte Welt über dich erfreuen kann, wie ich es getan habe, es tue und in alle Ewigkeit tun werde.
Ich bitte dich, … sage meinen Eltern und Ingra, dass ich sie liebe und wisse, dass mein aller letzter Gedanke du sein wirst.

In ewiger und innigster Liebe
dein einzig wahrer Ehemann
und Träger des ewigen Winters
Grimgar

Grimgars Rage

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Deeplock
Grimgars Thoughts of Rage!
Grimgars Rage


Deeplock

Als wir uns der Nordseite nähern ist die große Innenmauer schon aus weiter Ferne zu sehen. Sie verbindet zwei Felswände, die trichterförmig aus der Innenstadt heraus zu führen scheinen und ist aus riesigen quaderförmigen Felsblöcken zusammengefügt, von denen jeder viele Tonnen wiegen muss. Ein kleiner Durchgangsbogen, mit einem schweren, geöffneten, steinernen Tor, ist in den gewaltigen Wall eingelassen, gerade so hoch und breit, dass zwei Männer hindurchpassen können.
Auf der Mauer sind etliche Wachen postiert, die die gesamte Umgebung im Auge behalten. Erst, als wir den Durchgang passieren, können die Anderen die Ausmaße des Bollwerks erkennen. Der Durchgang gleicht eher einem kleinen Tunnel, und in der Tat hat es von „außen“ keinerlei Treppen oder Stufen gegeben, die auf die Mauer hinaufführen könnten, denn diese Aufgänge befinden sich hier, im Inneren. Nachdem wir den Durchgang verlassen eröffnet sich uns eine spektakuläre Kulisse. Das Herz von Deeplock.
Was die gut 15 Meter hohe Mauer im Verborgenen gehalten hat, ist eine massive Festung, die auf einem inneren Plateau im Zentrum der Befestigungsanlage stehend, von einem Ring von nicht einschätzbar tiefen Abgründen umgeben ist.
Die Festung ist, genau wie die Innenmauer, aus großen, schweren Steinquadern aufgebaut und macht einen äußert soliden und eher spartanischen Eindruck. Sie besteht aus mehreren Ebenen, Balkonen sowie Terrassen, auf denen wachsame Zwergenkrieger postiert sind und entweder mit Repetierballisten oder anderen, für nicht aus Hochhelm stammende, unbekannten Waffensystemen ausgestattet, auf den gezinnten Wehrgängen über beide Seiten der Burg wachen. Als die dieser Seite zugewandten Krieger uns erblicken, rufen sie einander rasch auf zwergisch etwas zu, entspannen sich dann aber wieder, als sie Grimgar bemerken, der ihnen ebenso auf zwergisch antwortet, woraufhin wir unseren Weg fortsetzen können.
Eine schmale Brücke ohne Geländer, mit Platz für gerade mal vier Mann, führt zum Plateau, und als wir die Brücke überqueren, empfängt uns ein eisiger Hauch, der aus der unendlichen Schwärze unter uns nach oben strömt. Er wird begleitet von einem bis ins Mark dringenden Wehklagen, das wie aus dem Herzen des Berges zu kommen scheint, und versucht, jedem, der diese Brücke überquert, von seinem Leid zu berichten. Es ist das einzige Geräusch, das in dieser Totenstille zu vernehmen ist.
Als wir endlich das Ende der Brücke erreichen, führt uns ein schmaler Gang um die imposante Festung herum, immerzu am Rande des Abgrunds, bis wir einen Halbkreis beschreibend, auf die gegenüberliegende Seite des Plateaus gelangen, immerzu unter den wachsamen Blicken der Krieger über uns.
Eine weitere Brücke ist hier zu sehen. Nur halb so schmal, wie die erste, und etwas länger, türmt an ihrem Ende eine zweite Mauer.
Der ersten in Höhe und Solidität in nichts nachstehend, verschließt sie den trichterförmig zugehenden Zugang zu dem Bereich dahinter. Hier, im Gegensatz zu der ersten, sind die Zinnen um einiges dicker und die Wehrgänge größer und die Zwergenwachen stehen dicht an dicht darauf. Elitesoldaten, hoch-diszipliniert und mit der hochwertigsten Ausrüstung in ganz Hochhelm, blicken sie allesamt über die Mauer, auf etwas, das dahinter liegt und wenden ihre Blicke nicht für einen Augenblick ab. Niemand von ihnen regt sich, niemand gibt einen Laut von sich, gleich der Steine, hinter denen sie Schutz suchen. Nur ein leises Röhren ist von dort zu vernehmen, wo ihre Blicke hinwandern und ein leichtes Schaudern erfüllt uns, als wir die reglosen Krieger betrachten.
In Anbetracht dessen, was uns wohl dahinter erwartet, strahlt die gerade noch bedrohlich wirkende Festung plötzlich Geborgenheit und Sicherheit aus und mit einem Widerwillen schreiten wir nach einem letzten Blick auf den Steinkoloss hinter uns auf die zweite Brücke vor uns zu, und darüber. Ein Ruf ist zu hören, ein Mechanismus regt sich, das schwere Steintor vor uns geht auf und wir durchschreiten den hallenden Gang, an schwer bewaffneten Wachen vorbei, geradewegs auf die Dunkelheit vor uns zu. Wir schreiten weiter und gespenstische Ruhe kehrt ein, als wir die Mauer passieren und sie hinter uns lassend in ein Abgrund hinabblicken, der mit etwa 30 Metern Durchmesser zu den respekteinflößendsten Dingen zählt, denen wir in letzter Zeit begegnet sind.
„So weit war ich noch nie“, sagt Grimgar mit gedämpfter Stimme und schaut hinab in die unendlichen Tiefen. Ein zweites Rattern bricht die Stille. Wieder ist ein schwerer Mechanismus zu hören und mit einem lauten, hallenden Knall fällt das schwere Steintor zu und absolute Ruhe kehrt ein.
Ein letztes Mal noch drehen wir uns zu den auf der Mauer stehenden Kriegern um, die nun auf uns hinunterschauen und ein Anflug von Hilflosigkeit und Einsamkeit überkommt uns, als uns bewusst wird, dass wir nun erneut auf uns selbst gestellt sind. Ein Gefühl, das wir nur zu gut kennen.
Als uns der Abgrund mit einer kalten Brise und einem lauten Grollen willkommen heißt, schauen wir uns gegenseitig an und mit einem leisen Nicken schreiten wir in die Dunkelheit.

Grimgars Rage

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Hollows
Grimgars Thoughts of Rage!
Grimgars Rage


Hollows

Durch einen der unzähligen schmalen Zugänge betretet wir ein gewaltiges Gewölbe. Es ist viele hundert Meter hoch und so tief, dass man den Boden des sich vor uns erstreckenden Abgrunds nicht sehen, höchstens erahnen kann.
Der Raum ist zylinderförmig aufgebaut und mit einem Durchmesser von an die 500 Meter. Ein breiter Bodenstreifen aus edlem Pflasterstein zieht sich bandartig entlang der Wand und lädt zu einem kleinen Rundgang ein. Er dient als Fundament für die unzähligen Gebäude, wie Wohnräume, Trinkhallen, aber vor allem Ateliers sowie Kunstschmieden und andere Institutionen des Kunsthandwerks.
Von überall ist geschäftiges Treiben zu vernehmen und die Geräusche von klirrendem Glas oder das gedämpfte Aufschlagen von Stahl auf Stein erfüllen die Luft. Überall stehen verzierte Statuen und die Wände dienen als überdimensionale Leinwände, die an Heldentaten aus vergangener Zeit erinnern.
Als wir unsere Blicke weiter schweifen lassen, sehen wir vier Brücken, die allesamt von dem breiten Rand, auf dem wir und die unzähligen Bauten stehen, über den weiten Abgrund zur Mitte des kreisförmigen Raumes hin zu einem großen Plateau führen.
Jede dieser Brücken sieht anders aus und zeigt in eine Himmelsrichtung, nach Norden, Osten, Süden und Westen.
Die östliche Brücke ist von in Stein gehauenen Knollen und Wurzeln überzogen. Schöne, mystische Wesen, mit Schmetterling-artigen Flügeln säumen die Geländer und werden von Gestalten in Roben begleitet, die mehr Tier denn Mensch zu sein scheinen.
Die nördliche Brücke, ganz im Sinne der Elfen von Kyonin, ist mit feinen Verzierungen geschmückt. Schlanke Säulen und detaillierte Torbögen, überzogen mit Laub und dünnen Ranken, die sich spiralförmig nach oben winden, zieren die hohen Brückengeländer und Aufgänge der gekrümmten Brücke.
Die westliche Brücke zeigt hochgewachsene Gestalten in Ritterrüstungen und Magierroben. Wie ein König umringt von Gold und Schätzen, von Kronen und Goldkelchen, Juwelen und Diademen betritt jeder Reisende auf dieser Brücke das mittlere Plateau.
Und zu guter Letzt die südliche Brücke. Ein Andenken an die einst mächtige, im Süden gelegene Stadt Jernashall, die vor einem Jahrtausend durch eine Katastrophe vom Erdboden verschluckt wurde. Am Fuße steht ein mächtiger zwergischer Krieger in edelster Plattenrüstung und mit einem mächtigen Zweihandhammer bewaffnet. Er präsentiert triumphierend einen blutigen Orkkopf und brüllt dem kläglichen, verbleibenden Rest des fliehenden Feindes hinterher. Neben ihm ist eine Widmung in zwergischen Runen zu lesen:„Dem Mächtigen Khadon für die Befreiung unseres Volkes von der grünen Plage.“ Entlang der leicht nach oben zu dem Plateau gehenden, langgezogenen Treppenstufen sind weitere Zwergenstatuen aneinandergereiht, alle in die Richtung Khadons schauend. Sie sind ebenfalls in malerischen Rüstungen gehüllt, jeder mit einer besonderen Waffe und in einer anderen Pose, links und rechts von Festungswall-artigen Geländern, wie sie in einer Himmelszitadelle zu finden sein würden, flankiert.

Und als ihr da so in Richtung Mitte blickt seht ihr auch, wieso dieser Raum so besonders ist. Auch ohne Dunkelsicht ist hier alles problemlos erkennbar.
Obwohl es gerade Blacknoon ist, scheint im Gegensatz zu dem Rest der Stadt, die nur zwei Mal am Tag von Lichtstrahlen erleuchtet wird, die gewaltige Aushöhlung den gesamten Tag über von der Sonne erhellt zu werden. Und über euch seht ihr das majestätische Objekt, das es ermöglicht.
Eine riesige Kuppel von des Raumes Durchmesser türmt über der Höhle. Sie bildet das Dach und ist nach außen gewölbt. Dabei scheint es fast unmöglich, dass ein solches, scheinbar fragiles, Glasgebilde nicht unter seinem eigenen Gewicht zerberstet. Und doch trotzt dieses Objekt seit Jahrhunderten Wind und Wetter, wie ein Fels in der Brandung.
Durch ihre präzise und bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Form bündelt die Kuppel das Licht auf einen einzelnen Punkt in die Mitte des gewaltigen Raumes, wo es auf einen Diamanten trifft, der von solchem perfekten Schliff und so meisterlich gefertigt ist (ganz offensichtlich von Zwergenhand), dass er das konzentrierte Licht absolut gleichmäßig in alle Richtungen zerstreut. So, als würde die Sonne, Tag ein, Tag aus, aus dieser Höhle heraus scheinen.
Als sich die Augen an das Licht gewöhnt haben bemerkt Grimgar, dass etwas an diesem Raum anders ist. Das mittlere Plateau, das vorher nur für den Mann-großen Diamanten gedacht war, wurde leicht ausgebaut und nun steht ein Tempel darauf, auf dessen Krone der Diamant befestigt ist.
„Diese Bastarde!“ knurrt Grimgar. Als ihr den großen Tempel von Soram vor euch erkennt. „Dieser Ort war uns auch vor ihm heilig und nun haben sie ihn entweiht.“ Er verzieht sein Gesicht zu einer finsteren Miene.

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Auf nach Hochhelm!
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Grimgar, Stundenglas

Können Erinnerungen einfach so verschwinden? Was ist das für ein mächtiger Zauber? Ich habe so viele Fragen und keiner kann mir die Antwort geben.
Im Geisterturm …, dann das, was zwischen Vater und Großvater geschehen ist. Hat er ihn wirklich … ? Was genau ist dort passiert?
Ich weiß noch, dass Vater selbst sich nicht erinnern konnte. Auch wenn ich die Möglichkeit zu fragen hätte, würde er es mir nicht sagen können!
Welche Macht vermag es so etwas zu bewirken. Den Geist derart zu manipulieren, dass er einfach so Teile seines Daseins vergisst. Alles, was passiert ist …, die Zwerge, die man getroffen hat.
Nicht nur bei Vater, sondern auch bei Großvater und all den anderen Zwergen. Und auch bei Mutter, deren Willenskraft mit nichts mir bekanntem zu vergleichen ist.
Ich kann es einfach nicht glauben … einfach so ausradiert.

Und die Armee aus lebendem Stahl? Es läuft mir kalt den Rücken runter.
Dass er solche Fähigkeiten besitzt ist … unheimlich … und doch so faszinierend zugleich. Wenn ER es kann, was ist dann mit MIR? Außer Ur-Großonkel Raghlem haben wir sonst keine Magier in der Familie und trotzdem kann ich, was ich kann. Kann ich vielleicht noch mehr? Ich muss es herausfinden.
Und wenn ich Vater irgendwie wieder dazu bringen kann mit dieser wichtigen Aufgabe fortzufahren, die er vor so langer Zeit begonnen und wieder aufgegeben hat, dann will ich es um jeden Preis tun. Ich wette, dass es auch in MIR steckt. Ich kann es fast schon spüren. Ich bin immerhin sein Sohn. Vater wird mir zeigen, wie es funktioniert und ich werde ihm helfen.

Und dass diese Biester so viel daran gesetzt hatten die Wächter von ihrer Arbeit abzuhalten, kann nur bedeuten, dass sie sich vor dem Resultat fürchteten. Die Krieger aus lebendem Stahl sind der Schlüssel. Wir müssen nach Hochhelm!
Sobald sich eine Möglichkeit ergibt hier raus zu kommen, wird mich nichts daran hindern können endlich die Antworten auf all meine Fragen zu bekommen.

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Blanche! Oder vom Zaudern und Stammeln
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Grimgar, Intharan

(Als die Gruppe, in der Küche versammelt, mit Jackal über die ihnen bevorstehende Reise spricht und versucht mehr Informationen über sie zu bekommen, kommt Blanche aus dem Treppenbereich nach oben. Als sie Grimgar sieht zaudert sie ein wenig. Er dreht sich abrupt zu ihr um und es wird still um die Beiden. Sie zögert kurz, streckt aber die Hand aus, in der Grimgar einen Gürtel erkennt. Es ist der Gürtel, den er selbst vor einigen Tage herstellen wollte, ihm dazu aber noch das nötige Geschick fehlte.)
„Hier (sagt sie mit ihrer unvorstellbar zarten Stimme.),… ich dachte, dass du ihn vielleicht haben wolltest.“
(Sie wirkt verlegen und schafft es kaum den Blickkontakt aufrecht zu erhalten. Grimgar, der nicht weiß, wie er das verdient haben soll, zögert selbst einen Augenblick, streckt dann aber seine Hand der ihren entgegen. Ihre Hände berühren sich sanft und er nimmt das wunderschön verzierte Geschenk entgegen. Als der Gürtel ihre Hand verlässt wendet Blanche sich ab und eiskalte Tränen wandern über ihre schlanken Wangen, das gefühlvolle, erleichterte Lächeln hinunter, woraufhin sie hinter der nächsten Biegung im Treppenhaus verschwindet. Grimgar, nicht wissend, wie ihm gerade geschehen, schaut ihr fragend, doch immer noch von ihrer Schönheit gefesselt, hinterher.)
„Herzlichen Glückwunsch!“ (meldet sich Jackal hinter seinem breiten Rücken zu Wort. Wie immer schaut er schelmisch drein und verzieht seine Mundwinkel zu einem breiten Grinsen.)
„Ach, halt die Klappe, das hier ist gar nicht so, wie ihr denkt! Es ist nichts passiert! Das hier ist nur ein Geschenk.“
„Anscheinend doch (korrigiert ihn Jackal.), die Merfolk schenken niemals etwas EINFACH SO.“
„Was willst du damit sagen?!“
„Ihr seid nun verheiratet, (entgegnet er ruhig und sein Grinsen wird breiter.) also, herzlichen Glückwunsch.“
(Wie vom Donner gerührt steht Grimgar einige Augenblicke reglos da und bewegt sich nicht einen Fuß von der Stelle. Er hätte genauso gut vorne überkippen können und wäre mit dem Gesicht im Staub gelandet, wenn ihn jemand geschubst hätte. Als er nach gut zehn Sekunden wieder zu sich kommt, bemerkt er, wie in Watte gehüllt, wie Zadek, Delayar und Miyaro sarkastische Bemerkungen machen, Jackal ihm beglückwünschend auf die Schulter klopft und ein kleines Sandkorn sich von der Decke löst und wie in Zeitlupe zu Boden fällt. Er ignoriert das alles, nimmt seinen mit Stacheln bewährten Mithralhelm ab und setzt sich mitten in der Küche darauf. In eben dieser Watte verweilend, den Körper zu einem Hacken gekrümmt, die Hände um den mit Haaren überwucherten Kopf geschlagen und die Ellenbogen auf die Knie gestemmt, beginnt er seine verzweifelte Suche aus dem Labyrinth von Vernunft und Gefühlen, nicht wissend, wohin ihn dieser Weg führen wird.)

… … …

(Einige Stunden später sitzt Grimgar unbekleidet, mit angewinkeltem Bein und sich mit einem Arm auf das Bett unter sich lehnend neben einem Fenster des gewaltigen Turms. Er schaut zu seiner Rechten, wo Blanche’s makelloser, glänzender Körper das silbrige Licht des Vollmondes in türkisfarbenen Tönen zurückwirft, und bei dem Anblick der sanften und weichen Gesichtszüge der schlafenden Schönheit sowie des sich gleichmäßig hebenden und senkenden Brustkorbs, versteht Grimgar, dass er den Weg aus dem Labyrinth gefunden hat.)

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Blanche
Grimgars Thoughts of Rage!
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Grimgar, Intharan

(Grimgar lässt sich den Weg zu dem großen Balkon zeigen, auf dem Raven noch vor einigen Tagen ihre Forschungen angestellt hatte, und nimmt vor seiner mächtigen Brüstung Platz. Frostbite vor sich gegen den Boden gestemmt, lehnt er sich an die Axt. Sein Blick richtet sich nach Nord-Osten und alles um sich herum vergessend, versinkt er in einem Trance-artigen Gedankenfluss.)
Dieses Merfolk-Mädchen, diese Blanche, … sie ist äußerst lieblich. Lange ist es her, dass jemand so sehr an mir gehangen hat. … ich frage mich, wie es dir geht, Elsania. Dir, Tharigor, Kuldor … und all den Anderen. Ich hoffe, dass diese Seuche die Nordlanden noch nicht erreicht hat. Diese Kristalle scheinen überall aufzutauchen. Wir müssen uns beeilen.
Je weiter wir kommen, umso mächtiger werden unsere Feinde. Nun sind es schon drei. Und einer schrecklicher als der andere. Und dann dieser Kael. Was hat der mit Dämonen zu schaffen?
Doch Bel Mara … (als er den Namen erwähnt, stockt er kurz und wird von Zorn ergriffen), du als aller erste wirst dafür bezahlen, dass du mein Blut angegriffen hast. Du und diese SAPHIRA! Sollte sie noch leben, werde ich es ändern!
Du hast unsägliches Leid über meine Stadt gebracht, von dem wir uns heute noch nicht gänzlich erholt haben.
Wegen dir musste ich diesen qualvollen Weg gehen, der mich schnurstracks in dieses widerliche Land führte, wo mich jeder Tag aufs Neue anwidert!
Und hier darf ich nun verweilen?
Zuerst Nisroch. Dann durch diesen Wald! … Zum Stundenglas, (sofort weicht seine Miene auf, als er zögerlich ihren Namen ausspricht) … zu Blanche. Vielleicht ist ja nicht alles schlecht an dieser Reise. Bei Gorum, immerhin darf ich die legendäre Waffe von Goloras, meinem Vorfahr, führen!
Aber nein, Blanche ist ganz anders, sie ist ein Merfolk.
Natürlich ist sie bezaubernd, aber noch so jugendlich und gutherzig. Ich will ihr das nicht nehmen, indem ich sie in die ganze Sache hier hineinziehe. … Auf keinen Fall! Und sie hat sicherlich keinerlei solcher Gedanken (oder Gefühle?) mir gegenüber. Außerdem werden wir bald von dannen ziehen und ich werde sie nie wieder sehen. Es ist wohl besser so (mit diesen Worten verspürt Grimgar etwas, das der Vernunft entgegenwirkt, etwas, das er bisher bei keinem anderen verspürt hat, ein unbeschreibliches Gefühl der Anziehung) … oder … ist es das?

Sie ist unglaublich! Sie beherrscht die Schmiedekunst, wie ich sie noch nie beobachten durfte … unter Wasser, und es funktioniert!
Ich will es um jeden Preis lernen, und ich will, dass SIE es mir beibringt.

Blanche, du hast mir so viel gezeigt, ich danke dir dafür. Die Begegnung mit dir hat mich so viel gelehrt.

(Erneut befinden sich Blanche und Grimgar im Kellerbereich des Turms, wo sie ihm über die Wichtigkeit der Flussrichtung des Wassers und über weitere Feinheiten dieser Schmiedekunst Aufschluss gibt.)
„Du musst die elementare Kraft des Wassers verstehen lernen, um sie bündeln zu können. Seine Bewegung ist dabei entscheidend. Was dann daraus entsteht, wird weit mehr, als die rohe Masse, die du dafür benutzt.“
(Oft hat Grimgar sie schon bei der Arbeit beobachtet, und neben dem Schmiedevorgang selbst, die wunderschönen und graziösen Bewegungen ihres Körpers gemustert. Doch nun fällt ihm auch auf, dass nicht nur das Wasser, sondern auch die Höhle drumherum mit dem Wasser in Verbindung zu stehen scheint.)
„Blanche, spürst du das?“
(Sie schaut verwundert und verneint seine Frage.)
„Die Erde, … um uns herum bewegt sich die Erde auf die selbe Weise, wie das Wasser. Sie schwingt mit.“
„Was willst du damit sagen?“
„Was, wenn man auch noch andere Elemente auf die selbe Weise nutzen kann, wie ihr das tut?“
(Verblüfft betrachtet Blanche Grimgar nun ein wenig genauer und in ihren Augen, von Grimgar unbemerkt, ändert sich etwas.)
„Davon habe ich noch nie etwas gehört, aber wenn es wahr ist, was du sagst, wäre das unglaublich!“
(Grimgar ist felsenfest davon überzeugt, eine bahnbrechende Entdeckung gemacht zu haben und als er sich dazu entschließt, die leicht sumpfige Erde hinzuzunehmen, durchfährt ihn ein gewaltiger Stoß von Energie, der, von seinem Ringfinger ausgehend, seinen gesamten Körper erbeben lässt. Das Gefühl der Sicherheit, als könnte er Einfluss auf gegenwärtige Ereignisse nehmen, um sie zu seinen Gunsten zu verändern, ist verschwunden. Der Ring fühlt sich nun leer an, doch es ist Grimgar selbst, der im Gegenteil, nur so vor Erkenntnis und Gewissheit strotzt, dass das, was gerade passierte, ein Durchbruch war. Vor seinem Auge fängt das Wasser um ihn herum an fließende Konturen zu zeigen und die steinigen Wände, die es berühren, scheinen darauf mit Impulsen zu antworten. Grimgars verblüffter, jedoch gleichzeitig begreifender Blick wandert zu dem Stück Metall vor sich und als er zum Schlag ansetzt und es sich unter seinem Schmiedehammer zu verbiegen beginnt erkennt er wie sich seine Oberfläche verhärtet und eine raue, felsige Erscheinung bekommt. Bevor jedoch seine Arbeit vollendet werden kann, holt ihn der Ruf nach Luft an die Wasseroberfläche.
Als er oben ankommt, bedeckt ein triumphierendes Lächeln seine Lippen, während er für einen Augenblick im Nirgendwo zu schweben scheint und sich dessen bewusst wird, was soeben passiert ist. Er dreht sich zu Blanche um, die ihn währenddessen beobachtet hat. Leicht beeindruckt und ebenfalls verstehend fängt auch sie zu lächeln an. Ihre Blicke verfangen sich in einander, wie zwei Seile, die zu einem festen Tau zusammengeflochten wurden und für eine Weile scheint es, als würde die ganze Welt nur aus ihnen beiden und diesem Raum in den tiefsten Gewölben des Stundenglases bestehen, … die gesamte Zeit nur aus diesem einen Augenblick, der scheinbar nicht enden will und den keiner der Beiden beenden möchte. Eine Weile schauen sie sich an, ohne ihre Umwelt wahrzunehmen und ohne dass jemand es wagt etwas zu sagen oder den Blick abzuwenden, … bis ein krachender Lärm aus dem Treppenhaus sie in diese Welt zurückholt.)

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Von der Vergangenheit
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Grimgar, Intharan (Die Belagerung von Hochhelm)

Endlich, … wir sind da. Der Turm des Auges. Majestätisch sieht er aus, wahrlich ich habe so etwas gewaltiges noch nie gesehen..
(Während Grimgar den Turm hinaufschaut eilt ein Mann aus den Toren und ein giftgrüner Strahl von Energie entspringt seinen Fingerspitzen. Der Strahl gleitet an ihnen vorbei und verschwindet ins Leere … etwas schreit auf und eine schöne, dämonisch aussehende Frau erscheint und wird in Sekundenbruchteilen zu Staub.)
Was zum Geier?!!
(Erschreckt dreht Grimgar sich zu dem Mann um.)
Sie haben uns die ganze Zeit belauscht, sie wussten wo wir sind und was wir vorhaben. Aber, wer zum Geier ist der?
(Der Mann stellt sich als Khadgar vor und geleitet die Gruppe hinein. Er erzählt Ihnen von dem Stundenglas und seinen „Bewohnern“, dass es die Zukunft sieht, und dass sich nicht einmal die Mächtigsten unter ihnen erklären können, wie und wieso das passiert.)
Das hier ist unglaublich. „Was ist mit dem Auge von Zon-Khuton?“ … So so, er hat also nichts mit diesem widerlichen Gott zu tun. Dann wollen wir mal sehen, was er so zu sagen hat.
(Einige Tage später, bei Kelcere vorgeladen, findet sich die Gruppe am obersten Punkt des gewaltigen Turmes wieder. Der Erzmagier heißt sie willkommen und beeindruckt sie mit seiner Gabe permanent in die Zukunft sehen zu können.)
Bei Gorum, dieser Kerl ist das Unglaublichste, das ich jemals in meinem Leben gesehen habe. Mit dieser Gabe könnte er doch bestimmt über ganz Golarion herrschen, doch er übt seine Pflicht aus, oder ist da doch mehr?
(Kelcere fängt an einen Zauber einzuleiten und plötzlich sind alle wie versteinert.)
Was?! May?!! Nach so langer Zeit! Wovon redest du da? Krieg der Schatten?! Also doch!!! Er steht uns also bevor!
(May erzählt ihnen alles was sie in der kurzen Zeit erzählen kann und verabschiedet sich mit ihren letzten Worten, an Naya gerichtet „Pass gut auf deine Freunde auf.“ sagt sie mit einem traurigen Lächeln … und verschwindet in der Ewigkeit. Grimgar und die anderen schauen Naya erschrocken und geschockt an. Nachdem Kelcere Licht ins Dunkeln bringt. Er bleibt dabei ziemlich gefasst.)
W … wie … wie kann das sein?! Das ist doch unmöglich!! … Du warst es Naya?! Du bist May?!! Oder wirst es sein, eher gesagt. Aber wie konnten wir das nicht merken?! Und das von Anfang an!!… Und vor allem … was ist mit UNS passiert?
(Es vergehen wieder einige Tage in denen sich Grimgar bei Schmiedearbeiten und sonstigem Zeitvertreib das Hirn über das zuletzt Geschehene zermartert. Doch noch tappen alle im Dunkeln, bis Kelcere sie erneut zu sich rufen lässt um ein Experiment zu wagen.)
„Eine Art Reise sagst du? … In diesen Kissen dort? Na schön, fangen wir an.“
(Dunkelheit umhüllt sie und ein mulmiges Gefühl überkommt Grimgar und seine Magengrube lässt ihn darauf zurückschließen, dass sie zu fliegen scheinen. Plötzlich durchbrechen sie eine Wolkendecke und nähern sich mit unglaublicher Geschwindigkeit etwas, das wie ein Gebirge aussieht. Je näher sie kommen umso mehr erkennt Grimgar den Ort. Es ist seine Heimat. Es sind die Fünfkönigsberge! … Doch die Zeit scheint eine andere zu sein.
EINE GEWALTIGE SCHLACHT TOBT VOR DEM EISENTOR VON HOCHHELM. UNZÄHLIGE ORKS FLIEßEN, WIE EINE UNAUFHALTSAME FLUTWELLE, ÜBER DIE ZWERGENMAUER HINWEG, DIE SICH VOR DEN TOREN GEBILDET HAT UM IHR GELIEBTES HEIM ZU VERTEIDIGEN. SIE WERDEN VON SCHEUßLICHEN KREATUREN BEGLEITET, DIE EINDEUTIG NICHT VON DIESER WELT ZU STAMMEN SCHEINEN UND IHRE SCHREIE ERFÜLLEN DIE FEURIG HEIßE LUFT. DIE GRUPPE KOMMT NÄHER UND DIE PERSPEKTIVE ÄNDERT SICH.)
„Ragnim! Ich möchte, dass du dir einen Trupp fähiger Kämpfer nimmst und diesen Hügel dort verteidigst, komme was wolle! Ich brauche Zeit! … Ich glaube an dich Neffe.“ (Eilig entfernt sich Raghlem. Der junge Zwerg, an den die Rede gerichtet war stärkt den Griff um seine mächtige Axt und schaut die Schlucht hinunter, wo Zwerge unerbittlich gegen die grünen anstürmenden Orkmassen anstehen. Vier Generäle nähern sich. Nach kurzer Überzeugungsarbeit verstehen die Offiziere die Lage und machen sich an die Verteidigung des Hügels, doch Einbrüche in den Linien des Hauptheeres zwingen einige wieder abzurücken.)

(Trotz Unterzahl gelingt es dem nur noch kleinen Trupp den Hügel zu halten, und so langsam wird Ragnim klar, was Raghlem dort macht. Ein mächtiger Sturm zieht auf und fängt an die sich im Tal konzentrierten Orkhaufen zu überfluten.)
„Haltet die Stellung!!! Wir dürfen nicht fallen!!! Nur noch ein Bisschen!!“
(Ein feindliches Belagerungsgeschoss trifft den Hügelkamm. Der Zauber hört abrupt auf. Ragnim rappelt sich auf.)
„Onkel!!!!!!! … Steht auf, schnell!!! Du musst weitermachen!!!“ Oh nein, … er ist zu schwer verletzt!
(In diesem Moment ergreift etwas Besitz von dem jungen Zwerg. Niemals zuvor hatte er etwas Ähnliches verspürt. Absolute Ruhe macht sich in ihm breit und im wie Delirium fühlt er das Pulsieren von Frostbite, als würde er ihm sagen wollen „Du weist, was du zu tun hast!“ Und das weiß er!)
„Was ist das? Du bist wahrlich die legendäre Axt! So leihe mir deine Macht!!!!!“
(Das Wasser reicht dem Zwerg mittlerweile bis zu den Füßen doch immer mehr Okrs erreichen das Ufer. Alleine steht Ragnim mit geschlossenen Augen vor dem Rand des sich gebildeten Sees und lässt seinen Körper von den Kräften der legendären Axt durchtränken, wissend, dass sein Augenblick gekommen ist.
Er öffnet die Augen und ihr silbriges Leuchten durchfährt die Wasseroberfläche. Eiskalt atmet er aus und die Luft vor ihm gefriert zu dichtem Nebel. Mit einem Krachen stampft er auf und der Boden unter ihm gefriert zu Eis, sich in einem Block mit seinen Beinen verbindend.
Ein allerletztes Mal stärkt er den Griff um seine Axt, hebt sie an und lässt sie mit aller Kraft, von einem markerschütternden Schrei begleitet, auf das vor ihm liegende Wasser hinunter prassen. Frosbite leuchtet auf und eine mächtige Welle Energie durchfährt den See. Von Ragnim ausgehend türmt er sich auf und eine gewaltige gefrorene Welle fährt durch das Gewässer, alles und jeden unter sich in ewigem Eis begrabend. Zwerge sowie die letzten verbliebenen Orks hören auf zu kämpfen und versuchen zu begreifen, was soeben passiert ist. Die grüne Flut ist geschlagen und in einem Freudenruf voller Inbrunst vernichten die zwergischen Kräfte den armseligen Überbleibsel an Orks.)
Das war unglaublich. (Flüstert der Zwerg vor sich hin.)
Niemals werden wir deinen Dienst vergessen. Und dich in alle Ewigkeit ehren, dafür, dass du uns gerettet hast in dieser dunklen Stunde.
(Ermüdet hilft er seinem Onkel auf die Beine und noch immer staunend humpeln sie zu den verbliebenen Truppen.)

….. ….. …..

Na gut, sie hat meine Eltern und die anderen Zwerge damals am Leben gelassen, um ihr Fehlen nicht auffallend zu machen. Andererseits hätte sie doch genauso gut dafür sorgen können, dass andere, die sie kannten, einfach vergessen würden, dass es sie jemals gegeben hatte. Das Gleiche hat das Dämonenweib ja praktisch auch jetzt schon gemacht. Hmmm. Das lässt nur einen Schluss zu. Sie konnte sie damals nicht töten. Aber, wenn nicht, warum hat sie es dann später nicht versucht?
Nehmen wir an, auch das war ihr nicht möglich, ohne Spuren zu hinterlassen.
Aber dann bliebe doch die Gefahr, dass die betroffenen sich wieder erinnern könnten, oder?
Ja, sie musste sie also im Auge behalten. Und das hat sie wohl auch getan. Als wir uns dem Turm genähert haben, da hat der Magier doch diese Succubus ausfindig gemacht und sie vernichtet.
Das war ihre Agentin gewesen und ich frage mich wie lange sie uns wirklich beobachtet hat. Wie lange sie mich beobachtet hat.

Zudem wissen sie jetzt, dass wir dieses Auge aufgesucht haben. Sie werden auch ihn zu töten versuchen, da er nun auch eingeweiht ist, denn ihr Ziel ist doch bestimmt nach wie vor das Ganze geheim zu halten, und dafür müssen sie alle Wissenden beseitigen. Denn gerade jemand mit seiner Macht könnte doch auf die Gefahr aufmerksam machen.
Hat er denn gar keine Angst, dass sie hier bald aufkreuzen könnten?

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Delayar (1st Draft)

My imagnation of Delayar. Although I’m still not 100% happy with the colors…

Delayar Painting

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