The Dark Lord

Blanche! Oder vom Zaudern und Stammeln

Grimgars Thoughts of Rage!

Grimgars Rage


Grimgar, Intharan

(Als die Gruppe, in der Küche versammelt, mit Jackal über die ihnen bevorstehende Reise spricht und versucht mehr Informationen über sie zu bekommen, kommt Blanche aus dem Treppenbereich nach oben. Als sie Grimgar sieht zaudert sie ein wenig. Er dreht sich abrupt zu ihr um und es wird still um die Beiden. Sie zögert kurz, streckt aber die Hand aus, in der Grimgar einen Gürtel erkennt. Es ist der Gürtel, den er selbst vor einigen Tage herstellen wollte, ihm dazu aber noch das nötige Geschick fehlte.)
„Hier (sagt sie mit ihrer unvorstellbar zarten Stimme.),… ich dachte, dass du ihn vielleicht haben wolltest.“
(Sie wirkt verlegen und schafft es kaum den Blickkontakt aufrecht zu erhalten. Grimgar, der nicht weiß, wie er das verdient haben soll, zögert selbst einen Augenblick, streckt dann aber seine Hand der ihren entgegen. Ihre Hände berühren sich sanft und er nimmt das wunderschön verzierte Geschenk entgegen. Als der Gürtel ihre Hand verlässt wendet Blanche sich ab und eiskalte Tränen wandern über ihre schlanken Wangen, das gefühlvolle, erleichterte Lächeln hinunter, woraufhin sie hinter der nächsten Biegung im Treppenhaus verschwindet. Grimgar, nicht wissend, wie ihm gerade geschehen, schaut ihr fragend, doch immer noch von ihrer Schönheit gefesselt, hinterher.)
„Herzlichen Glückwunsch!“ (meldet sich Jackal hinter seinem breiten Rücken zu Wort. Wie immer schaut er schelmisch drein und verzieht seine Mundwinkel zu einem breiten Grinsen.)
„Ach, halt die Klappe, das hier ist gar nicht so, wie ihr denkt! Es ist nichts passiert! Das hier ist nur ein Geschenk.“
„Anscheinend doch (korrigiert ihn Jackal.), die Merfolk schenken niemals etwas EINFACH SO.“
„Was willst du damit sagen?!“
„Ihr seid nun verheiratet, (entgegnet er ruhig und sein Grinsen wird breiter.) also, herzlichen Glückwunsch.“
(Wie vom Donner gerührt steht Grimgar einige Augenblicke reglos da und bewegt sich nicht einen Fuß von der Stelle. Er hätte genauso gut vorne überkippen können und wäre mit dem Gesicht im Staub gelandet, wenn ihn jemand geschubst hätte. Als er nach gut zehn Sekunden wieder zu sich kommt, bemerkt er, wie in Watte gehüllt, wie Zadek, Delayar und Miyaro sarkastische Bemerkungen machen, Jackal ihm beglückwünschend auf die Schulter klopft und ein kleines Sandkorn sich von der Decke löst und wie in Zeitlupe zu Boden fällt. Er ignoriert das alles, nimmt seinen mit Stacheln bewährten Mithralhelm ab und setzt sich mitten in der Küche darauf. In eben dieser Watte verweilend, den Körper zu einem Hacken gekrümmt, die Hände um den mit Haaren überwucherten Kopf geschlagen und die Ellenbogen auf die Knie gestemmt, beginnt er seine verzweifelte Suche aus dem Labyrinth von Vernunft und Gefühlen, nicht wissend, wohin ihn dieser Weg führen wird.)

… … …

(Einige Stunden später sitzt Grimgar unbekleidet, mit angewinkeltem Bein und sich mit einem Arm auf das Bett unter sich lehnend neben einem Fenster des gewaltigen Turms. Er schaut zu seiner Rechten, wo Blanche’s makelloser, glänzender Körper das silbrige Licht des Vollmondes in türkisfarbenen Tönen zurückwirft, und bei dem Anblick der sanften und weichen Gesichtszüge der schlafenden Schönheit sowie des sich gleichmäßig hebenden und senkenden Brustkorbs, versteht Grimgar, dass er den Weg aus dem Labyrinth gefunden hat.)

Grimgars Rage

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medwed

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