The Dark Lord

Der Schattenwald

Aus Miyaros Tagebuch



02. Sarenith 4712/5012

In einem Nachtlager im Schattenwald

Der Wald, in dem jemand die Hexe angeblich gesehen hatte, ist voll von schwarzen Schattenrissen. Die Realität hier ist zerbrochen wie ein Spiegel. Die Risse führen in andere Dimensionen. Kein Wunder dass sich keiner traute hierher zu kommen. Zadek wurde fast von einem Feuerstrom verbrannt. In jedem dieser dunklen Flecke steckt unsichtbare Gefahr jeder Art. Aus einem davon kamm ein schöner, schwarzer Wolf raus. Er war etwas unzufrieden uns auf seinem Territorium zu finden, doch ich habe ihn überredet uns den Weg zur Hexe zu zeigen. Immerhin war er auch von der ganze Situation nicht begeistert.

Ein mal mussten wir durch einen Schatten gehen. Es waren nur weniger Meter, doch allein das war schon sehr gefährlich. Leider hatten wir kein anderen Wahl.
Dort, im Schatten, traf ich ihn. In Form eines riesigen Skelettes mit Flügeln und Hörnern. Ich sah ihn schon ein mal in meinem Traum. Er war derjenige der mich nach Westen geschickt hatte. Doch heute bin ich ihm zum ersten mal begegnet.
Mir war klar, ich hätte keine Chance gegen solche Macht gehabt, also hatte es auch keinen Sinn etwas zu unternehmen. Was passieren wird, wird eh passieren. Hysterische Anfälle haben auch noch keinem geholfen. Denke logisch, Miyaro, sagte ich mir. Würde dieses Wesen dich tot sehen wollen, wärst du längst hinüber. Doch ich lebe noch. Dies bedeutete, dieses Wesen will mich noch lebendig haben… warum auch immer. Dann hat es auch kein Sinn Angst zu haben. Diese Situation kann man bestimmt ausnutzen. Alles oder nichts.
Mein Neugier war definitiv stärker als die Furcht.

Nach einem nettem Gespräch wurde ich aus den Schatten rausgelassen. Ich hatte vieles, worüber ich nachdenken musste. Also habe ich keinem etwas erzählt. Doch ich denke, der Elf hat etwas gesehen.

Schließlich erreichten wir eine Lichtung mit einem Haus. Ein Haus ohne Türen und ohne Fenster. Schon auf dieser Lichtung wurde mir klar, es war vorbestimmt, dass wir hier auftauchen.
Ich hatte das Gefühl, wir wurden hier schon erwartet. Deswegen klopfte ich an die Wand. Es tauchte eine Tür auf, die sich öffnete und eine Stimme lud uns ein. So trafen wir May.

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Jan

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