The Dark Lord

Kapitel 1: Die Nebel lichten sich

Zadeks Journal

Zadeks Letter


Kein Frieden für die Toten

Auf den Weg in den nebligen Wald habe ich eine schockierende Neuigkeit erfahren. Enelya ist eine Nemacil. Eine in den Künsten der Magie sehr geschickte dazu. Und wenn ich sie mir genauer anschaue, fällt mir ihre Ähnlichkeit zu ihren Brüdern auf. Sie ist ein nettes Mädchen gegenüber den anderen Gefährten die sich in schweigen hüllen. Ich würde Enelya am liebsten direkt erzählen, dass ich ihre Brüder kenne. Doch würde ich es nicht übers Herz bringen ihr beiläufig eine tragische Wahrheit über jene zu offenbaren. Ich warte lieber ab und erzähle es ihr unter vier Augen in Ruhe wenn wir zurück in Windshire sind.
Jetzt müssen wir erstmal die Gründe für den unnatürlichen und verderbenden Nebel erforschen. Wir sind nicht die einzige Gruppe, die den Auftrag endgegen genommen haben. Zwei andere Abenteurer-Gruppen, darunter ein Pack Halblinge, sind uns bereits einiges vorraus. Doch die Belohnung wird unser sein. Es fühlt sich an wie Nostalgie.


Ein Drache hat uns zum Zentrum des Nebels, einer Ruine, geleitet. Es ist schön zu sehen, dass sich meine vergänglichen Bemühungen die Sprache der Drachen zu erlernen wenigstens etwas gelohnt haben. Die Anstrengungen die Wahrheit hinter den Legenden zu erfahren, hatten zum ersten mal einen nutzen. Wenn doch ein begrenzten, denn der Elf der sogar einen kleinen Drachen als Haustier führt und sich nun endlich als Dalayar vorgestellt hat, spricht ebenfalls Draconisch.
Nun hat sich auch die letzte Gefährtin der Gruppe vorgestellt, sie heißt Naya. Dalayar und Naya sind nicht gerade starke Kämpfer mit Waffen, doch stehen sie uns Kämpfern keinesfalls im Weg wenn es darauf ankommt. Beide sind sehr intelligent und besitzen magische Fähigkeiten die sie mit unglaublicher Kreativität gegen unsere Feinde einsetzen. Grimgar der Zwerg mit dem grimmigen Blick und der sehr ruhigen Gesinnung, ist der lebendig gewordene Zorn wenn es um das Abschlachten unserer Feinde geht. Ich habe mich im äußerst geschickten Kampf mit zwei Schwertern geübt, jedoch gegen seine grobe bloße Stärke scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Er ist ein echter Waffenspezialist, jedoch benutzer er niemals die Kleinen.



Und so brennt das Feuer hier und jetzt. Es verbrennt die Vergangenheit, jedoch niemals die Erinnerungen. Pedus ist der Einzige der Halblinge die wir im Nebel wieder getroffen haben. Er hat seine Brüder verloren und wir helfen ihm nun bei der Bestattung. Wir haben nicht viel Zeit, also ist das Feuer alles was wir aufbringen können.
Enelya wurde von einem Zauber der Angst erwischt und ist davon gerannt. Ihre spuren führen glücklicherweise aus dem Wald der Nebel heraus. Wir sind uns nun sicher, dass es ihr gut geht. Ich habe es doch nicht geschafft ihr die Wahrheit zu sagen. Wenn wir uns jemals wiedersehen, werde ich ihr helfen ihre Brüder zu finden. Vielleicht ist es erstmal besser für sie, nicht die Wahrheit zu wissen. Denn mit Ahnungslosigkeit schläft man besser.
Wir haben den Übeltäter. Sein Name ist Vahn und er ist ein Nekromant aus dem Zirkel der silbernen Spinne. Er benutzte einen blau leuchtenden Kristall um Untote wiederauferstehen zu lassen. Jedoch verlor er alle Erinnerungen als wir den Kristall unschädlich machten. Auch der Kristall verblasste und verlor seine Macht, so als sei der Fluch nun endlich gebrochen. Wir wissen nicht ob er uns etwas vorspielt, also fesselten wir ihn und nehmen ihn mit nach Windshire.
Vahn schafft es irgendwie uns zu überzeugen, dass er unschuldig ist. Er schien vorher von etwas kontrolliert worden zu sein. Einige von uns überlegen, ob wir ihn denn wirklich nach Windshire zurück bringen sollen, wo er für all das Verderben und den Untoten im Lande zur Verantwortung gestellt wird. Egal was passieren mag, wir sollten uns beeilen.


Wir hätten es besser wissen müssen. Pedus hat uns verraten. Nun wissen sie alle das Vahn hinter all dem steckt und sie scheinen sich nicht großartig dafür zu interessieren, dass er wahrscheinlich nur von einem höheren Bösen kontrolliert wurde. Sie wollen nur einen Schuldigen für die Besänftigung des Volkes hinrichten. Es tut mir leid Vahn, doch wenn du selbst nicht von deiner Unschuld überzeugt bist, dann werde ich dir nicht helfen. So soll es nun das Schicksal sein, dass du dir ausgesucht hast.
Hoffen wir nun, dass wenigstens Pedus dadurch auf dem höheren Grad der Genugtuung schwebt. Der verrat war ein dummer Akt der Rache. Ein Akt den ich verachte wie ihn selbst. Pedrus dort besoffen und widerwärtig in der Bar wiederzusehen gab uns das Gefühl, dass er eine weitere Behandlung nicht Wert ist. An ihm Rache zu üben wäre sowieso nicht mein Metier. Jedoch war es interessanterweise der Elf Dalayer, der sonst gerne vom Gleichgewicht der Naut redet, der Pedus am liebsten ordentlich in die Mangel genommen hätte.
Nun lasst uns gehen, wir haben einen neuen Auftrag bekommen und es freut mich, dass Naya, Dalayar, Grimgar und ich eine große Reise nach Nisroch unternehmen werden. Ich fühle es war die richtige Entscheidung. Denn Langeweile bleibt garantiert fern mit dieser abenteuerlustigen Gruppe.



Gez.:

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Jan

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