The Dark Lord

Kapitel 5: Nidal

Grimgars words of rage!

Grimgars Rage


Grimgar, Nidal, Nacht vor dem Betreten des Uskwood

Nachdem wir uns im Camp niedergelassen haben und die meisten von uns schliefen zog ich mich zurück, um in Ruhe, vor den Blicken der anderen verborgen, über das heute geschehene nachzugrübeln.

„Wie kann er das nur so, … ohne mit der Wimper zu zucken? Verspürt er denn gar kein Mitleid? Als sein Volk der Tod ereilt hat, hat er da etwa nicht verstanden, was Leid und Schmerz sind? Von uns allen, da müsste es doch gerade er sein, der sich in die schwere Lage dieser armen Wichte hineinversetzen kann. Wie leicht es ihm doch fällt. Und dann dieses Geschwafel vom Gleichgewicht. Wenn ganze Ortschaften durch die Hand eines anderen vergiftet werden, was hat das mit Gleichgewicht zu tun? Schön legt er sich da alles zurecht, dieser Feigling. Er will sich doch nur nicht die Finger schmutzig machen. Schreiben hin oder her, was nützt es, wenn er vorher wegverreckt. Und danach wird es den kleinen genauso ergehen. Verdammt!!
Was hätte ich tun sollen? Hätte ich noch etwas bleiben sollen? Aber das Orakel … und Elya. Ich weiß es einfach nicht. Mir scheint, als wäre es egal, was ich tue, es ist einfach nicht genug. Jede Mühe scheint vergebens, so als wäre ich nichts weiter als ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Gorum hilf mir. Was soll ich bloß tun? … May, hörst du mich? Hilf mir diesem armen Teufel von Bauer und seinen Kindern zu helfen, ich beschwöre dich, hilf mir.“
Grimgar drückt den Ring ganz fest an sich und versucht seine Kraft erneut zu wecken.

Er, … er leuchtet! Es hat funktioniert. So leicht lässt du uns also nicht im Stich.
Was ist das? Ein Wegweiser, mein Ring soll uns als Wegweiser dienen? Ich verstehe.

Und dann noch Zadek. Er benimmt sich nun umso eigenartiger, je näher wir unserem Ziel kommen. Er scheint sich zu verlieren, in seinem Zorn über seinen Vetter, … in der Magie, die weiter in ihm zu wachsen scheint. Ich hoffe er kann sich im Griff behalten, bis die Sache geklärt ist. Ich möchte auf keinen Fall meine Hand gegen ihn erheben müssen.

„Friedrich“ … es ist nicht mal dein richtiger Name. Hmmm, was habe ich mir nur gedacht, als ich sie dich habe kaufen lassen, nur damit du spätestens hier verreckst. Ich kann das einfach nicht länger mit ansehen.
„Hör mir gut zu, wenn die anderen schlafen, will ich dass du dich aus dem Staub machst, sofern dir dein Leben lieb ist … Wer Naya? Nein, sie schläft niemals.“ Verdammt, er hat die Hosen voll. „Ich verstehe. Nagut, es werden sich andere Möglichkeiten bieten, wir haben aber nicht viel Zeit. Lass dir jedoch eines gesagt sein, dass ich das hier tue hat nicht nur damit zu tun, dass du mir leid tust, ich will auch, dass du mir einen Eid leistest. Schwöre bei deinem Leben, dass sobald du hier weg bist, du dich sofort zu dem Bauern und seinen Kindern begibst, der uns über Nacht bei sich aufgenommen hat und sie nach Nisroch geleitest unter Einsatz deines Lebens! Ich kenne dich zwar nicht lange, aber du scheinst mir ein Mann von Ehre zu sein, einer der zu seinem Wort steht.“ Verflucht, ich muss mir was einfallen lassen.
„Hier hast du einen drei-Tage Vorrat, der sollte bis zum Bauernhof reichen, dort deckt ihr euch mit seiner Ernte ein und brecht sofort auf. Nimm diesen Speer und haltet euch von der Straße fern. Pass gut auf euch auf und mach dir keine Sorgen wegen der Sprache. Sie werden schon verstehen, warum du zurückgekommen bist. In Nisroch, meidet die Stadt selbst und geht direkt zu den Hexenmärkten außerhalb. Wartet auf die Kontaktperson, die Delayar euch schicken wird. Sei morgen bereit, ich werde für ein Ablenkungsmaneuver sorgen. Und viel Glück, ich denke ich werde morgen keine Gelegenheit haben dir das zu wünschen.“
Wie es aussieht muss wohl ich für Gleichgewicht sorgen.

Na dann, auf in den Finsterwald. Sieht nicht allzu einladend aus, hab aber schlimmeres gesehen. So, nun brauche ich nur noch einen geeigneten Zeitpunkt. Aha! Da war wieder dieses Gefühl, so als würde jemand zuschauen, die anderen haben es bestimmt auch bemerkt. Na dann zeig mal was du drauf hast Grimgar.
„Habt ihr das gehört?! Komm her du elendes, feiges Vieh, zeig dicht!“ … … „Verdammt, helft ihr mir das Ding nun zu finden oder nicht?!“ Komm schon Friedel, beeil dich, sie haben’s noch nicht bemerkt. „Uaaaahhhhhhhh!!! Ich bring dich um!“ Sie scheinen langsam zu bemerken, dass da nichts mehr ist. Nun haben sie’s gecheckt. Naya nimmt es mit dem Suchen ganz schön ernst, ich hoffe ich konnte dir einen ausreichenden Vorsprung verschaffen. Aber ich muss es weiter versuchen. „Pfeift doch auf den Kerl, der hätte das hier sowieso nicht lange gemacht, und aufgehalten hätte er uns auch nur! Und nun kommt weiter! Ich habe keine Lust mehr auf diese Spielereien, wir haben keine Zeit für sowas!“ Es scheint nicht ganz zu wirken, verdammt! Gorum, lass sie ihn nicht finden. „Ich hab’s satt, ich geh weiter, kommt ihr oder bleibt ihr?!“

„Wird auch langsam Zeit, dass du zurückkommst!“
Huuuuuuuh. Sie hat ihn nicht gefunden. Gorum ich danke dir! Nun bist du auf dich allein gestellt Friedel. Gorum gib ihm Kraft, er wird sie brauchen.

Grimgars Rage

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medwed

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